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Dienstag, 30. Juni 2009

Österreichischer Mehlspeisen-Klassiker - Gewuzelte Mohnnudeln

mohnnudelnKochen ist ein Heidenspaß. Vor allem dann, wenn handwerkliches Engagement gefragt ist. Das kann mensch bei der Herstellung von Mohnnudeln ausgedehnt unter Beweis stellen. Denn: Das Wuzeln der "Nudeln" erfordert Zeit und viiiiiel Liebe zum Produkt. Wie die meisten der Süßspeisen, die heute als Klassiker der österreichischen Küche gelten, stammen die Mohnnudeln vermutlich aus Böhmen. Von dort kamen an der Wende von 19. zum 20. Jahrhundert die gefragtesten Köchinnen in die k.u.k. Reichshauptstadt Wien. Sie brachten nicht nur ihre heimischen Rezepte mit, sondern auch die nötige Geduld, um die Wiener "Herrschaft" ausgiebig zu verwöhnen. Heute werden die süßen Spezialitäten nicht weniger gern gegessen. Allerdings stammen sie meist aus dem Angebot eines großen Tiefkühlprodukteanbieters. Das mögen wir nicht. Deshalb: Hier eine Anleitung zum Selbermachen.

Rezept:
Zutaten:
500g mehlige Kartoffeln
150g Weizenmehl
50g feiner Weizengries
1 Ei
1 Prise Salz
etwas Mehl für die Herstellung
Butter
5 EL Graumohn, ungemahlen
Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Kartoffeln in der Schale kochen und ausdämpfen. Schälen und noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Mehl, Gries, Salz und Ei gut verrühren - der entstehende Teig soll sich vom Schüsselrand lösen. Eine Viertelstunde rasten lassen. Das Nudelbrett (oder sonst ein Schneidebrett) bemehlen. Vom Teig Teelöffelgroße Stückerl nehmen und die auf dem Nudelbrett mit dem Handballen zu nudeligen, spitz zulaufenden Würsten rollen (= wuzeln). In siedendem Wasser so lange ziehen lassen, bis die Nudeln an die Oberfläche steigen. Herausnehmen, gut abtropfen. Mohn im Mörser zerreiben (wir machen das immer frisch, weil vorgemahlener Mohn aufgrund seines hohen Fettgehalts schnell ranzig schmeckt). In einer Pfanne Butter aufschäumen, die Nudeln darin etwas anbraten, den Mohn zugeben, kurz mitbraten, auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit Staubzucker bestreuen. Gut schmeckt dazu übrigens auch entweder Powidl oder Marillenmarmelade.

Guten Appetit!

Sonntag, 21. Juni 2009

Topfenjoghurtmousse mit Kirschen so gut, wie Sie sie noch nie zuvor gegessen haben

topfenmoussebalsamicokirschGenau genommen war es der Glanz. Dieser verlockende, verführerische, herrliche Glanz, der die Kirschen auf dem Foto überzog. Irrésistible - UNWIDERSTEHLICH! Und dann auch noch Roberts Flehen, sein Rezept für ciliege al aceto balsamico UNBEDINGT selbst auszuprobieren. Also sind wir vertrauensvoll zur Tat geschritten. Und: Haben das keine Sekunde lang bereut. Im Gegenteil: Probieren Sie's selbst und Sie werden Kirschen erleben, LeserInnenschaft, wie Sie sie noch nie zuvor kosten durften. So schmeckt wohl ein erstes Eck vom Paradies. Göttlich. Himmlisch. Grandios. Und da uns leider nicht noch mehr Superlative einfallen wollen, sei die dringliche Bitte wiederholt: Probieren Sie dieses Rezept einfach selbst! Wir haben das herrliche Balsamico-Kirschkompott fast unverändert übernommen und dazu eine leichte, erfrischende Topfenjoghurtmousse (in D: Quarkjoghurtmousse) kombiniert, die übrigens auch ganz brauchbar war... ;-)

Rezept:
Zutaten:
Fürs Balsamico-Kirschkompott (Rezept auch hier):
500g Kirschen
100 ml Rotwein
50 ml guter Aceto Balsamico
80g Zucker
1 unbehandelte Orange
1 unbehandelte Zitrone

Für die Topfenjoghurtmousse:
250g Topfen, 20% (Quark)
100g Joghurt
100 ml Sahne
3 Blatt Gelatine
3 EL Staubzucker
1 Packerl Vanillezucker (das sind 8g)

Zubereitung:
Gelatine in etwas Wasser einweichen. Topfen und Joghurt cremig rühren, sodass keine Klümpchen mehr übrig sind, dann auch die Zucker unterrühren. Sahne schlagen. Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Töpfchen schmelzen, von der Hitze nehmen. Zuerst einen Esslöffel, dann noch einen und noch einen einrühren, schließlich die gesamte Topfenjoghurtmasse dazugeben. Die geschlagene Sahne unterheben und die Masse (die zur Mousse wird) im Kühlschrank über Nacht stocken lassen. Kirschen entsteinen, Schale mit einem scharfen, kleinen Messer großflächig (aber ohne das Weiße) von den Zitrusfrüchten schneiden. Rotwein mit Balsamico, dem Zucker und der Hälfte je der Orangen- sowie der Zitronenschale aufkochen. Die Kirschen zugeben und neuerlich kurz zum Kochen bringen. Durch ein Sieb gießen, den Saft auffangen und mit den restlichen Zitrusschalen so lange köcheln, bis er ganz stark reduziert ist (es sollen lediglich rund 50ml noch davon übrig sein). Zitrusschalen aus dem Sud nehmen und wieder über die Kirschen gießen (aus denen mensch übrigens zuvor ebenso fein säuberlich die Zitrusschalen gefischt hat) und auskühlen lassen (wir haben das Kompott kalt serviert). Am nächsten Tag mit zwei in heißes Wasser getauchten Löffeln aus der Moussemasse Nockerln ausstechen und mit dem Kompott auf Desserttellern anrichten.

Guten Appetit!

Samstag, 30. Mai 2009

Macedonia di fragole, banane e limone

macedoniadifragoleEssen hängt eng und ursächlich mit Glück zusammen. Der Genuss, den es bereiten kann, vermag uns in andere Welten zu versetzen, vermag Nähe zu schaffen und manches Mal vermag er auch zu trösten. Kein Wunder, dass so manche Frust-Fressen für ein probates Mittel halten, um nach Erschütterungen wieder zu Seelenfrieden zu finden. Anderen wiederum, und da rechnet sich beispielsweise auch die frau genussmousse dazu, schnürt's dann schon mal die Kehle zu. Kein Essen, danke! Was aber trotz allem immer geht, ist Kindheits-Glück-Futter. Und dazu gehört der heutige, supereinfache, supergute Fruchsalat, una ricetta della felicità, comfort food à la genussmousse!

Rezept:
Zutaten:
400g reife Erdbeeren
2 Banananen
3 EL Honig
1 unbehandelte Zitrone
fakultativ: ein paar Blättchen frische Minze

Zubereitung:
Erdbeeren waschen und abtropfen, Bananen schälen und beides in mundgerechte Stücke schneiden. Mit Honig, dem Saft der halben Zitrone und einem halben Teelöffel voll abgeriebener Zitronenschale in eine Schüssel geben und im Kühlschrank mindestens eine Stunde lang ziehen lassen. Wer mag, streut beim Servieren feingehackte frische Minzeblätter drüber. Gut schmeckt die macedonia mit Vanilleeis oder/und hausgemachten Cantuccini.
Cantuccini.

Montag, 4. August 2008

Heidelbeer-Verrines

Blaubeer-VerrinesDie Heidelbeeren sind reif. Davon konnten wir uns am Sonntag selbst überzeugen - bei unserer Wanderung via Geraer Hütte zum Fuße des Olperer-Gletschers (siehe unten) waren die Stauden voll mit den prallen, geschmacksintensiven Beeren. Mmmm - so gut! Die dunkelblauen bis schwarzen Früchte, die auf relativ niederen Stauden wachsen, gelten übrigens ganz nebenbei als sehr gesund: Angeblich helfen sie bei Verdauungsbeschwerden, schlechten Augen, Thromboseneigung und Arteriosklerose. Ein willkommenes Argument, um uns rund um diese Beeren die eine oder andere süße Sünde auszudenken... ;-)

Bergprogramm:
Am Fuße des Olperer-Gletschers - Aufstieg via Geraer Hütte vom Valser Tal ausWenn es im Tal unerträglich heiß und schwül wird, hilft nur eines: Rauf auf die Berge, am besten irgendwo in die Nähe eines Gletschers. Der Olperer ist mit 3.476 Metern Seehöhe einer der imposantesten Berge in den Zillertaler Alpen (siehe Foto) und nebenbei auch noch verhältnismäßig "einfach" zu bezwingen (im Vergleich zu anderen Gletschern etwa - für Ungeübte ist der Berg allerdings nicht geeignet), zumindest von der ostseitig gelegenen Geraer Hütte (2.324 m) aus. Die erreicht mensch über das pittoreske, weitgehend unberührte und unter Naturschutz stehende Valser Tal (immer einen Ausflug wert!). Und bewegt sich dabei über trauriges, historisches Terrain. 1941 hatten die Nationalsozialisten nämlich begonnen, auf 2.800 Metern Seehöhe ein Bergwerk für den Abbau von Molybdän (ein Element, das zur Härtung von Metall benutzt wird) errichten zu lassen. Zwangsarbeiter mussten die Mine in der unwirtlichen Bergwüste erbauen und probehalber in Betrieb nehmen. Nachts wurden sie nur notdürftig durch Baracken, die unmittelbar bei der Geraer Hütte aufgebaut worden waren, vor Sonne, Regen, Eis, Kälte und Schnee geschützt. Eine Lawine, die über 20 Menschen in den Tod riss, beendete im Jahr 1944 das Vorhaben. Selbst den Nazis war der Wahnsinn hinter dem Vorhaben, eine Industrieanlage auf dieser Seehöhe zu betreiben, klar geworden. Heute erinnern nur noch Ruinen an das grausame Projekt.

Rezept:
Zutaten:
150g Heidelbeeren
7 mittelgroße Kekse
150g Mascarpone
50g Joghurt
1 EL Sahne
3 EL Staubzucker
1 EL Amaretto

Zubereitung:
Aus Mascarpone, Joghurt, Sahne, Zucker und Amaretto mit dem Schneebesen eine Creme rühren. Gut schlagen, sodass möglichst viel Luft eingeschlossen wird. Im Kühlschrank für eine Stund kalt stellen. Die Kekse in einen Tiefkühlbeutel geben und darin zerbröseln. Je eine Schicht Keksbrösel, Mascarponecreme und gut gewaschene und abgetropfte Heidelbeeren in ein Glas füllen - soviele Schichten, wie im Glas Platz haben.

Guten Appetit!

Montag, 30. Juni 2008

Semifreddo al caffè

Semifreddo al caffèBei der Durchsicht der letzten Einträge ist uns aufgefallen, dass in den vergangenen Wochen hier die Süßspeisen dominieren. Und heute schicken wir auch gleich noch mal ein Rezept für eine süße Sünde nach. Aber hin und wieder geschehen einfach Dinge, die nach süßem Trost verlangen. Und den gönnen wir uns derzeit ausgiebig. Gestern abend wurde die Gier nach Süßem mit einem Semifreddo di caffè befriedigt, das bei aller Süße auch noch herrlich erfrischend war. Ein richtiges Sommer-dolce. Ideal übrigens auch für Einladungen, da das Halbgefrorene im Voraus zubereitet werden und dann im Kühlschrank auf seinen Auftritt warten kann.

Rezept:
Zutaten:
Für das Semifreddo:
120g Ricotta
100ml Sahne
40g Zucker
3 EL sehr starker Espresso

Für die Schokosauce:
2 Rippen Bitterschokolade
2 EL Milch

Mandelsplitter zum Bestreuen

Zubereitung:
Sahne steif schlagen. Ricotta mit dem Zucker gut verrühren, sodass keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Kaffee dazurühren und Sahne unterheben. Kleine Förmchen mit Küchenfolie auspolstern, die Masse hineingeben und im Tiefkühler rund 1,5 Stunden gefrieren lassen. Rund eine halbe bis dreiviertel Stunde vor dem Servieren rausnehmen und in den Kühlschrank stellen. Für die Schokoladensauce Schokolade schmelzen, Milch einrühren, fertig. Mandelsplitter in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Semifreddo auf Tellern oder Schüsselchen anrichten, mit Schokosauce beträufeln und mit Mandelsplittern bestreuen.

Guten Appetit!

Donnerstag, 27. März 2008

Mousse au chocolat trés riche, donc irrésistible

Mousse au chocolat trés riche,  donc irrésistibleSündiges heute aus der genussmousse-Küche: Eine Schokoladenmousse, super-üppig, super-reichhaltig und folglich super-unwiderstehlich. Endlich gab's bei uns mal wieder Schoki und das nach mehrwöchigem Kakaoprodukte-Entzug (freiwillige Selbstkontrolle nennt sich das übrigens). Und da wir uns die Völlerei redlich verdient hatten, fabrizierten wir die Schokoladensünde gleich besonders deftig. Mit allem Drum und Dran, wie 70%iger Schoki, Butter, Sahne und Eiern. Anders als etwa beim letzten Mal - da hatte es noch die figurfreundlichere Version gegeben.

Rezept:
Zutaten:
150g beste Schokolade mit 70%igem Kakaoanteil
30g Butter
1 Ei
2 Eiklar
250ml Sahne
1 TL Vanillezucker
1,5 EL Feinkristallzucker

Zubereitung:
Die Schokolade unter Rühren im Wasserbad schmelzen. Butter und das gut verquirlete Ei einrühren und abkühlen lassen. Unterdessen die Eiklar schlagen, bis der entstehende Schnee weiße Spitzen bildet. Nun die Zucker dazugeben und den Schnee fertig schlagen. Rund die Hälfte vorsichtig unter die weitgehend abgekühlte Schokomasse rühren, etwas pausieren und dann auch den zweiten Teil vorsichtig unterheben. Sahne schlagen und zur Schokoladenmasse geben, unterrühren, in Gläser füllen und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden rasten lassen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 16. Januar 2008

Kaiserschmarrn

KaiserschmarrenDer Kaiserschmarrn gehört zu den Klassikern in Österreichs Süßspeisenküche. Im Hause genussmousse galt er lange als schlicht unmöglich. Und zwar als unmöglich zuzubereiten. Dabei ist das doch so einfach. Aber die Geschichte hat sich wie folgt zugetragen: Als herr und frau genussmousse begannen, Bett wie Herd zu teilen, stürzten sich die beiden auch in gemeinsame Kochabenteuer. Guter Wille war ausreichend vorhanden. Allein: Am Können und am nötigen Wissen mangelte es. Und so nahm das Verhängnis seinen Lauf. Herr und frau genussmousse beschlossen nämlich, gemeinsam alle ihre Lieblingsspeisen herzustellen. Darunter auch einen lecker-luftigen Kaiserschmarrn. Flugs war ein Rezept dafür gefunden. Doch oh Schreck: Es empfahl, nicht nur Milch, Eier und Mehl zu verarbeiten, sondern auch Sahne zuzugeben. Und der Schmarren wurde nicht beidseitig angebraten, sondern nur auf einer Seite, dann sollte er mit zwei Gabeln zerrissen und nun erst gewendet werden. Doch so weit kam es gar nicht. Die Konsistenz der Schmarrn-Masse war suppig, schmierig und Meilen davon entfernt, wie eine ordentliche Kaiserschmarrnmasse zu sein hat. Wen wundert's, gehört in einen standesgemäßen Kaiserschmarrn doch beileibe keine Sahne. Jedenfalls war das Ergebnis erschreckend: Halbdurch auf der einen, schwarz auf der anderen Seite und schlicht unessbar. Erst vor Kurzem haben wir uns wieder an die Zubereitung von Kaiserschmarrn gewagt. Und siehe da: Er gelang. Seither gibt's ihn jede Woche im Hause genussmousse - wir haben schließlich ein Defizit gutzumachen.

Rezept:
Zutaten:
120g Mehl
2 Eier
180 ml Milch
etwas Butter
1 Prise Salz
fakultativ: Rosinen, in etwas Rum eingelegt
dazu: Preiselbeerkompott, Apfelmus, Zwetschgenröster
Staubzucker (Puderzucker) zum Bestreuen

Zubereitung:
Eier trennen, Eiweiß schaumig schlagen und Dotter gut mit der Milch verquirlen. Eine Prise Salz zum Mehl geben, verrühren, dann auch die Dotter-Milchmischung einrühren. Den Eischnee unterheben und etwas Butter in einer Pfanne erhitzen. Den Kaiserschmarrnteig in die Pfanne gießen und bei leiser Hitze anbraten. Wenn an der Oberseite Blasen aufsteigen, die Rosinen auf der Schmarrnmasse verteilen und den Schmarrn, der jetzt noch wie ein Pfannkuchen aussieht, wenden. Auch auf der anderen Seite stocken lassen und mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke zerreißen. Auf vorgewärmte Teller verteilen, dick mit Staubzucker bestreuen und mit Preiselbeerkompott, Apfelmus oder Zwetschgenröster genießen. Mmm - das schmeckt wie bei Oma!

Guten Appetit!

Samstag, 15. Dezember 2007

Truffes au chocolat noir et au café - Bitterschokoladen-Kaffee-Trüffel

Truffes au chocolat noir et au café - Bitterschokoladen-Kaffee-TrüffelÖsterreich gilt ja als ein Land der Zuckerbäcker. Nicht wenige der Patissiers, die in den den internationalen Spitzenküchen werken, haben ihre Ausbildung hierzulande erhalten. Ein Besuch beim Wiener Traditionsbetrieb Demel etwa, ist jedermann und jederfrau zu empfehlen. Wer dort über die Schwelle tritt, mag freilich ein gutes Über-Ich besitzen oder einfach nur einen beschränkten Geldbetrag in der Tasche haben. Schwach zu werden, gehört dort nämlich zum Programm. Das alles macht es für die Werke dilettierender Liebhaber (und -Innen) gar nicht so leicht, neben dem süßen Angebot der Spezialisten zu bestehen. Deshalb produzieren wir im Hause genussmousse zur Weihnachtszeit nur eine streng begrenzte Anzahl von Süßigkeiten selbst. Und packen die dann in die längst geleerten, aber immer noch wunderhübschen Schachteln der (Wiener) Professionisten. Etikettenschwindel, sozusagen...

Rezept:
Zutaten:
100g feinste Schokolade, 80%
100g feinste Schokolade, 70%
150 ml Sahne
25g Butter
2 EL Vanillezucker (Zucker + das ausgekratzte Mark einer halben Vanilleschote)
4 TL Löskaffee
Kakaopulver ohne Zucker

Zubereitung:
Schokolade in kleine Stücke schneiden. Sahne mit der Milch aufkochen, Vanillezucker und Löskaffee einrühren und diese Mischung über die Schokolade gießen. Gut verrühren und im Kühlschrank über Nacht zugedeckt rasten lassen. Aus der hart gewordenen Masse mit einem Teelöffel kleine Nockerl ausstechen und diese mit der Hand zu unregelmäßigen Kugerln rollen. Im Kakaopulver wälzen und fertig. Am haltbarsten und besten sind diese Trüffel, wenn sie luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Guten Appetit!

Mittwoch, 25. Juli 2007

Zitronige Topfennockerl im Himbeerbett

Zitronige Topfennockerl im Himbeerbett fertigAnlässlich des Garten-Koch-Events zum Thema "Himbeeren" hat sich die genussmousse-crew einer typisch österreichischen Sommermehlspeise entsonnen. Wir reichen Topfennockerl ein (in Deutschland würden die Dinger vermutlich Quarkklöße genannt werden, oder?), allerdings in "aufgemotzter" Version. Die Nockerl wurden nicht nur mit viel Zitronenschale aromatisiert, sondern anschließend auch in ein Himbeerbett gelegt. Die Himbeeren haben sich unseres Erachtens hervorragend mit der zitronigen Frische der topfigen Mehlspeise verbunden. Aber probieren Sie's am besten selbst mal - die Zubereitung dieses Desserts ist eigentlich recht simpel und geht dabei auch noch flott von der Hand.

Garten-Koch-Event HimbeereRezept:
Zutaten:
250g Speisetopfen 20% (Quark)
20g Butter
1 Ei
3 EL Weizengries
2 EL Weizenmehl
1 Prise Salz
Schale einer unbehandelten Zitrone

400g frische Himbeeren
Saft 1/2 Zitrone
2 EL Zucker

Staubzucker zum Bestreuen
1 handvoll Himbeeren zum Garnieren

Zubereitung:
Ei mit der Butter schaumig rühren, Topfen einarbeiten, ebenso Gries und Mehl. Unbehandelte Zitrone heiß waschen, Schale abreiben, mit der Prise Salz zur Topfenmischung geben und gut unterrühren. Rund 15 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Unterdessen Himbeeren waschen, abtropfen und mit Zucker und Zitronensaft mit dem Stabmixer pürieren. Reichlich Wasser in einem großen Topf erhitzen, leicht salzen. Mit einem Esslöffel aus der Topfenmasse kleine Nockerl ausstechen und im siedenden Salzwasser 15 Minuten lang garziehen lassen. Himbeerpüree auf Tellern anrichten, je drei Topfennockerl draufsetzen. Mit Staubzucker bestreuen und mit den restlichen Himbeeren garnieren.

Guten Appetit!

Samstag, 30. Juni 2007

Tiroler Moosbeernocken

Tiroler Moosbeernocken fertigGlücklich, wer schon mal die Gelegenheit hatte, wild wachsende Heidelbeeren zu kosten. Mit diesem Geschmackerlebnis können die Aromen der im großen Stil angebauten Blueberries aus dem Supermarkt kaum mithalten. Eigentlich beginnt die Heidel- (oder wie man hierzulande sagt: Schwarz- bzw. Moosbeer-)Saison ja erst einige Wochen später im Jahr. Da es heuer aber das ganze Frühjahr hindurch so ungewöhnlich warm war, gibt es bereits jetzt die ersten wild wachsenden Moosbeeren aus Tirol (aufmerksam geworden sind wir auf diese erfreuliche Tatsache dank Lamiacucinas hervorragendem Risotto ai mirtilli). Wir haben dieses Mal (noch) nicht selbst gesammelt, aber dafür in der Innsbrucker Markthalle zugeschlagen: Da bieten nämlich die heimischen Bauern am Wochenende stets ihre frischen, regionalen Produkte feil. Und heute waren nun die ersten heimischen Berg-Moosbeeren dabei. Mmm - alleine der Duft! Einen Teil der dort erworbenen Beeren haben wir gleich zu Moosbeernocken verarbeitet. In Tirol eine traditionelle Sommer-Mehlspeise, die einzig auf das intensive Aroma der Beeren vertraut. Ganz zurecht, wie wir denken!

Rezept:
Zutaten:
250g Heidelbeeren
150 ml Milch
2 Eier
70 - 80g Mehl
1 Prise Salz
Butter zum Braten
Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Eier mit der Milch verquirlen und Mehl einarbeiten, sodass ein flüssiger Teig entsteht. Eine Prise Salz dazugeben und die gut gewaschenen und abgetropften Heidelbeeren unterheben. In einer Pfanne Butter erhitzen bis sie schaumig wird, die Teigmasse portionsweise (pro Nocke ca. 2 Esslöffel voll) hineingeben, leicht flachdrücken und bei leiser Hitze anbraten. Wenn der Teig stockt und sich die Nocken leicht vom Pfannenboden lösen, umdrehen und nun auch auf der zweiten Seite fertigbraten (auf dieser Seite brauchen die Nocken deutlich weniger lang). Herausnehmen, auf vorgewärmten Tellern anrichten, dick mit Staubzucker bestreuen und heiß servieren. Traditionell trinkt man/frau dazu ein Glas frischer Milch.

Guten Appetit!

aktuelle kommentare

die ideale Pastetenbeilage...
die ideale Pastetenbeilage ! Hier gibts leider keine...
lamiacucina - 25. Nov, 21:12
bei uns gibt's auch solche...
bei uns gibt's auch solche phasen der enthaltsamkeit....
reibeisen - 25. Nov, 19:59
im hause genussmousse...
im hause genussmousse teilt sich das in etwa ähnlich...
reibeisen - 25. Nov, 19:57
einfach, schnell gemacht...
einfach, schnell gemacht und so gut für's wochenendlebensgefühl....
reibeisen - 25. Nov, 19:57
Pause
Habe gerade eine Kuchenpause :-( Sieht aber abgesehen...
tobias kocht! (Gast) - 25. Nov, 09:54
bin nicht so der Schokoladenliebhaber,...
bin nicht so der Schokoladenliebhaber, aber ein Stückchen...
Bolliskitchen (Gast) - 23. Nov, 07:34
mmh.. ein Schoko-Tirolercake,...
mmh.. ein Schoko-Tirolercake, wie wir ihn auch lieben.
lamiacucina - 22. Nov, 18:50

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