Kresseschaumsüppchen
Die Gier nach Frischem, nach Grünem, nach der Kraft des ringsum sprießenden Frühlings nimmt überhand dieser Tage. Kein Wunder, dass wir die Theken des Gemüsehändlers unseres Vertrauens mit schöner Regelmäßigkeit leerräumen. Spargel, Fave, junger Spinat, Rucola, Salat und - Kresse. Wir lieben das grüne Zeug! Kresse allerdings immer nur am Butterbrot oder im Salat ist fad, dachten wir uns. Umso willkommener war uns die Erzählung einer lieben Freundin von ihrer kürzlich fabrizierten Kressesuppe. Leider gab's kein Rezept dazu, also mussten wir improvisieren... ;-)Rezept:
Zutaten:
300g Kartoffeln
2 Schalotten
450 ml hausgemachte Gemüse- oder Hühnersuppe
150 ml Weißwein (Grüner Veltliner passt gut)
150 ml Milch
100 ml Sahne
300g Kresse
etwas Butter
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Feingehackte Schalotten in Butter glasig anschwitzen, Kartoffeln schälen, in kleine Würferl schneiden und zu den Schalotten geben. Mit Weißwein und der Suppe aufgießen und weichköcheln. Unterdessen Kresse waschen, abtropfen und mit der Milch und der Hälfte der Sahne mit dem Stabmixer pürieren. Auch die weichgekochten Kartofferl im Topf mit dem Stabmixer pürieren, so, dass keine Klümpchen mehr in der Suppe schwimmen. Die Kressemischung dazugeben, gut durchrühren und von der Hitze nehmen. Mit dem Stabmixer aufschäumen. In Suppenschüsserl schöpfen, restliche Sahne schlagen und als kleine Häubchen draufsetzen. Mit ein paar kleingezupften Kressestängeln bestreuen. Dazu passt frisches Weißbrot oder auch Grissini mit Sesam.
Guten Appetit!
reibeisen - 7. Apr, 12:23
Jetzt geht sie bald wieder los, die große österliche Eier-Fresserei. Im Hause genussmousse pflegen wir derartige Anlässe ja üblicherweise zu ignorieren. Dennoch muss anerkannt werden: Zum ringsum erwachenden Frühling passen Eier schon doch ziemlich gut. Deshalb haben wir beim Bauern unseres Vertrauens Bio-Eier organisiert und daraus eine leichte Frühlingsvorspeise gemacht. Ein nicht verzichtbares Element dieses Rezepts sind jedoch nicht nur die guten Eier von glücklichem Federvieh, sondern auch der frische Kerbel. Der gibt der ganzen Sache erst die richtige Frühlingsnote...
Sie ist nicht jedermenschs Sache, die mythisch überhöhte, surrealistische Denkmalwelt
Teig, geschätzte LeserInnenschaft, Teig heißt das Stichwort. Sie erinnern sich? Damals, als Sie noch ganz klein waren. Und Mutter oder Großmutter (oder vielleicht gar den Vater) tatkräftig beim Backen unterstützten... Der Teig, der damals unter Ihrer Mithilfe angerührt wurde. Sie wissen schon? Der soooooo unheimlich gut schmeckte. So unvergleichlich viel besser als das gebackene Endprodukt der Backanstrengung?! Ja, wenn wir heute nicht so diszipliniert wären, dann würden wir doch noch immer die Rohversion genießen. Und auf's Backen pfeifen. Da wir aber in all den Jahren Kulturleistung erlernt haben, rühren wir uns nicht einfach so eine ungebackene Schüssel voll mit Teig, die wir dann genüsslich verschlecken. Nein. Heute rühren wir Teig, um ihn zu verbacken. ABER: Es gibt einen Ausweg. Brownies heißt das Zeug, das heimlicher Teiglust zum Durchbruch zu verhelfen und europäische Kulturleistung mühelos ins Eck zu drängen weiß. Halb gebackener, schokoladenschwerer, buttergetränkter Teig. Fast, als wenn er roh wäre. Jedenfalls ziemlich gut. Mit Suchtfaktor!
Wenn Reisende irgendwo absteigen, sind sie stets besonders erwartungsvoll: Wird die Bettstatt die Ansprüche für die Nacht erfüllen, sind die Menschen, die sich hier aufhalten, interessant und - für Kochsüchtige nicht ganz unwesentlich - taugt die Küche? Die best-ausgestattete Küche unter Neuseelands Backpacker-Hostels fanden wir bei Lynne und Gordon Neilson in deren (hic nomen non est omen)
Genug. Uns reicht's. Das Rezessionsgelabere allenthalben ist doch alles andere als motivierend! Deshalb hauen wir ab und verbringen die nächsten Wochen auf der anderen Seite der Erde. Verdrängung à la New Zealand, sozusagen (wir sagen hiermit jetzt mal "Tschüss!"). Da der Spuk aber vermutlich nicht ganz so schnell vorbei sein dürfte, stellen wir uns küchentechnisch schon jetzt auf magerere Zeiten ein (wir kommen dann ja auch irgendwann wieder retour). Aber wer sagt, dass die traditionellen Arme-Leute-Klassiker nicht auch heute wieder furore machen können? Die gute, alte Erbswurstsuppe etwa: Über Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, lagerbares comfort food für BergsteigerInnen und andere Hüttenbesucher. Wenn dann noch ein paar Wienerle- bzw. Frankfurterwürstelscheibchen darin schwimmen, ein Gedicht. Es lebe die neue Bescheidenheit!
Juhuuu - die ersten heimischen Boskop-Äpfel sind zu haben. Diese Sorte eignet sich bestens zum Backen. Die Früchte sind nämlich mürbe und zugleich so richtig herrlich säuerlich. Eine idealer Kontrast zu süßem Teig beispielsweise. Und da sich die genussmousse-crew zudem aus bekennenden MürbteigliebhaberInnen zusammensetzt lag es nahe, einen solchen mit der neuen Ernte zu kombinieren.
Brrrrrrr! Draußen vor der Tür hatte es untertags heute nicht mehr als bestenfalls 10 Grad Celsius. So nicht! Schluss damit! Die genussmousse-crew friert. So stand das nicht im Programm: Eiseskälte, Schneefall bis 1.300 m Seehöhe herab (sollen wir uns unseren Wanderweg am kommenden Wochenende etwa mit Hilfe von Tourenskiern bahnen, oder wie?) und im Tal Regen, Regen, Regen. Das dumme Genua-Tief möge sich schleunigst gen Osten verziehen!!! Da uns wettertechnisch indes (wie eh immer) recht wenig Mitspracherecht eingeräumt wird (und wir im Grunde unseres Herzens zur Spezies der Realisten gehören), haben wir uns anderweitig beholfen. Und schon mal mit dem Zubereiten der typischen, wärmespendenden Herbstklassiker begonnen. Aufgepeppt mit ein paar nussigen Knuspercroutons.