Risotto grün mit pochiertem Ei
Plötzlich und ganz unerwartet geschieht es: Da wird mensch mitten im Spätsommer von Frühlingsgelüsten überfallen. Und sehnt sich nach der Farbe Grün, nach dem Geschmack frischer Kräuter und junger Pflänzlein und dem ein oder anderen Ei. Während in allen Küchen spätsommerlich/frühherbstlich-intensive Geschmäcker dominieren, produzierte die genussmousse-Küche gestern aus diesem Grund ein zartes Risottogericht...Rezept:
Zutaten:
300g Arboriorisottoreis
250g Tiefkühlerbsen
1 Bund Petersilie
1 Zwiebel
80g frisch geriebener Parmesan
1/4 l Weißwein
750g ml Gemüsebrühe
2 Eier
etwas Essig
Butter
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Erbsen unaufgetaut in etwas Salzwasser bei offenem Topfdeckel drei Minuten köcheln. Mit der Petersilie (ein paar Stängel zum Dekorieren aufbewahren!) und 2 EL vom Erbsenkochwasser mit dem Stabmixer fein pürieren. Zwiebel in einem großen Topf glasig anschwitzen, Risottoreis dazu und unter Rühren braten. Mit dem Weißwein ablöschen, köcheln, immer wieder rühren und nach und nach die heiße Gemüsebrühe dazugeben. Kurz bevor der Reis fertig ist, das Erbsenpüree unterühren, weiterköcheln, dann auch den Parmesan und etwas Butter einrühren. Während der Reis köchelt, Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen, einen Schuss Weißweinessig hineingeben, mit dem Kochlöffel das Wasser Rühren, bis es einen Wirbel bildet und dann nacheinander die zwei Eier aus der Schale hineingleiten lassen. Mit dem Kochlöffel schnell das Eiweiß rund um den Dotter schieben, den Topf von der Hitze nehmen und die Eier längstens drei Minuten garziehen lassen. Risotto auf vorgewärmte Teller schöpfen, je ein Ei darauf platzieren, das Ei anschnippeln, sodass der noch flüssige Dotter herausfließen kann und jeweils mit ein paar Petersilstängeln dekorieren.
Guten Appetit!
reibeisen - 9. Sep, 12:10
Die Fusion unterschiedlicher Küchen und Kochstile war ja der "dernier cri" der späten 1990er. Damals ging es vorwiegend darum, fernöstliche Einflüsse mit westlichen Küchengewohnheiten zu verschmelzen und dadurch neue Geschmackserlebnisse zu zaubern. Seit diesem Fusionsboom vergisst man oft, dass in den Küchen dieser Welt immer schon gerne Neues ausprobiert und mit dem Altbekannten verbunden wurde. Die österreichische Küche etwa, mit ihren zahllosen Einflüssen aus dem ehemals ziemlich großen Habsburgerreich, ist ein gutes Beispiel dafür: Böhmische Mehlspeisen, ungarisches Gulyas, friulanische Nudelvariationen, etc. haben sich einst ihren Weg bis nach Wien gebahnt und sind dort - oftmals großartige - Symbiosen mit traditionellen Gerichten eingegangen. Von eben dieser österreichischen Fusions-Tradition haben wir uns bei der Kreation unseres Beitrags zum Blogevent 
Hierzulande macht sich der Herbst breit. Die bis vor Kurzem satt-grünen Matten auf den Berghängen kippen ins Rötliche, die Luft ist - bei Schönwetter - zur Zeit sowas von klar und die Fernsicht sensationell. Das ist, gerade für Bergfexe wie uns, natürlich grandios. Hinter dem Umschwung in die liebste Jahreszeit der Wandersleute lauert indes der Winter. Und damit uns der nicht unvorbereitet trifft, wird momentan alles Denkmögliche eingemacht. Kürzlich waren Tomaten dran, die wir zu Sugo verkocht und in Weckgläser gefüllt haben. Damit wir dann, wenn die wirklich kalten und bösen Zeiten da sind, eine kleine, sonnige Sommer-Reserve auf Lager haben.
Es gibt Dinge, die hat mensch schon als Kind gerne gegessen. Und ganz erstaunlich: So manches davon hat bis heute nichts an Attraktivität eingebüßt. Etwa der klassische Faschierte Braten. Den mochten wir schon immer gerne. Wenn sein Duft das Haus durchzieht, kommen die Speichelsäfte auch in diesen Tagen so richtig in Bewegung. Dazu gibt es bei uns - auch ganz klassisch - Kartoffelpüree (zur Zeit sind die heimischen Püreekartoffeln, vermarktet als "Tiroler Mehlige", zu haben - ein Gedicht!) und Karotten.
Auf die Aubergine gekommen, erfreuen wir uns momentan besonders gerne an italienischen Gerichten mit der leckeren Eierfrucht. Deren klassische Kombination aus Melanzane, Knoblauch, Olivenöl und Tomaten ist einfach sowas von gut! Eigentlich unverzichtbar, wenngleich das Zeug natürlich nicht gerade wenig Fett enthält ...
Ab und zu braucht's auch im (Spät-)Sommer so richtig gehaltvolle, süße Schweinereien. Unsere Banana chocolate cupcakes gehören eindeutig zu dieser Kategorie. Sie erfüllen jendenfalls alle Bedingungen, um in die No-no-no-Listen der Diätberaterzunft aufgenommen zu werden. Aber mensch gönnt sich ja sonst nichts und wenn der Speck um die Hüften zu stark zunimmt, müssen wir einfach einmal öfter rauf auf die Berge. Dass wir das nicht unbedingt für eine Strafe halten, ist unserer Stamm-LeserInnenschaft bereits wohlbekannt.
Auch bei der lasagnetypischen Nudelschichtung erweist es sich als besonders delikat, geschmacklich auf die Qualitäten einer Hauptzutat zu setzen, konnten wir heute feststellen. Selbst wenn die klassische Lasagne mit einer Sauce gefüllt wird, die aus mehreren Hauptakteuren einen runden Gesamtgeschmack komponiert, haben wir uns dieses Mal für eine weniger traditionelle Vorgehensweise entschieden. Wir wollten den Zucchine den Vorrang geben, sie hervorheben und betonen. Das ist gelungen. Eine leichte Besciamella (sie wird nicht nur mit Milch, sondern auch mit Wasser zubereitet) unterstützte den Geschmack des grünen Sommergemüses ebenso wie frischer Basilikum. Fazit: Diese Lasagne wird es wieder einmal geben.
Neuerlich von einem Seitental des Wipptals, nämlich dem urigen
Grüne Bohnen mit Speck, Bohnensalat, Butter-Bohnen - das alles ist ja superlecker, wird aber schnell langweilig, wenn's darum geht, die sommerlichen Saisongemüsemengen zu bewältigen. Kürzlich sind wir allerdings über eine Gemüsezubereitungsart gestolpert, die Abwechslung verspricht: In Südindien gibt es nämlich Rezepte für pfannen- (oder wok-)gerührtes Gemüse mit feinen Gewürzmischungen und Kokosmilch. Aus ein paar Fisolen wird so ganz plötzlich ein leckeres Hauptgericht - etwas Reis dazu und der Mensch ist pappsatt und zufrieden.
Dieses Mal waren die Stubaier Alpen das Ziel einer unserer Touren - allerdings marschierten wir vom weiter südlich gelegenen