Heidelbeer-Verrines
Die Heidelbeeren sind reif. Davon konnten wir uns am Sonntag selbst überzeugen - bei unserer Wanderung via Geraer Hütte zum Fuße des Olperer-Gletschers (siehe unten) waren die Stauden voll mit den prallen, geschmacksintensiven Beeren. Mmmm - so gut! Die dunkelblauen bis schwarzen Früchte, die auf relativ niederen Stauden wachsen, gelten übrigens ganz nebenbei als sehr gesund: Angeblich helfen sie bei Verdauungsbeschwerden, schlechten Augen, Thromboseneigung und Arteriosklerose. Ein willkommenes Argument, um uns rund um diese Beeren die eine oder andere süße Sünde auszudenken... ;-)Bergprogramm:
Wenn es im Tal unerträglich heiß und schwül wird, hilft nur eines: Rauf auf die Berge, am besten irgendwo in die Nähe eines Gletschers. Der Olperer ist mit 3.476 Metern Seehöhe einer der imposantesten Berge in den Zillertaler Alpen (siehe Foto) und nebenbei auch noch verhältnismäßig "einfach" zu bezwingen (im Vergleich zu anderen Gletschern etwa - für Ungeübte ist der Berg allerdings nicht geeignet), zumindest von der ostseitig gelegenen Geraer Hütte (2.324 m) aus. Die erreicht mensch über das pittoreske, weitgehend unberührte und unter Naturschutz stehende Valser Tal (immer einen Ausflug wert!). Und bewegt sich dabei über trauriges, historisches Terrain. 1941 hatten die Nationalsozialisten nämlich begonnen, auf 2.800 Metern Seehöhe ein Bergwerk für den Abbau von Molybdän (ein Element, das zur Härtung von Metall benutzt wird) errichten zu lassen. Zwangsarbeiter mussten die Mine in der unwirtlichen Bergwüste erbauen und probehalber in Betrieb nehmen. Nachts wurden sie nur notdürftig durch Baracken, die unmittelbar bei der Geraer Hütte aufgebaut worden waren, vor Sonne, Regen, Eis, Kälte und Schnee geschützt. Eine Lawine, die über 20 Menschen in den Tod riss, beendete im Jahr 1944 das Vorhaben. Selbst den Nazis war der Wahnsinn hinter dem Vorhaben, eine Industrieanlage auf dieser Seehöhe zu betreiben, klar geworden. Heute erinnern nur noch Ruinen an das grausame Projekt.Rezept:
Zutaten:
150g Heidelbeeren
7 mittelgroße Kekse
150g Mascarpone
50g Joghurt
1 EL Sahne
3 EL Staubzucker
1 EL Amaretto
Zubereitung:
Aus Mascarpone, Joghurt, Sahne, Zucker und Amaretto mit dem Schneebesen eine Creme rühren. Gut schlagen, sodass möglichst viel Luft eingeschlossen wird. Im Kühlschrank für eine Stund kalt stellen. Die Kekse in einen Tiefkühlbeutel geben und darin zerbröseln. Je eine Schicht Keksbrösel, Mascarponecreme und gut gewaschene und abgetropfte Heidelbeeren in ein Glas füllen - soviele Schichten, wie im Glas Platz haben.
Guten Appetit!
reibeisen - 4. Aug, 17:59
Bevor das ganze Jahr über quasi jedes Gemüse und Obst problemlos im heimischen Supermarkt zu bekommen war, gab es im Sommer viel zu tun. Da wurde nämlich das saisonale Obst und Gemüse für die langen Winter haltbar gemacht. Leider ist bis heute schon so manches Konserviergeheimnis aus Omas Zeiten in Vergessenheit geraten. Sonst spricht aber eigentlich gar nichts dagegen, die gute alte Einmachtradition wiederzubeleben. Erstens weiß mensch dann nämlich, was im Glas wirklich drinnen ist. Zweitens kann mensch regionales, biologisch angebautes Obst und Gemüse verarbeiten. Drittens trägt mensch dazu bei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, wenn mensch saisonbezogen konsumiert. Viertens - und das ist auch nicht gerade zu vernachlässigen - schmecken die selbst gemachten Konserven meist besser als die 0815-Industrieware. Und fünftens eignen sich die hausgemachten Konserven hervorragend als Proviant für die diversen Kraxeleien auf den Bergen... ;-)
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Topfen (in D.: Quark) kann echt viel. Ob süß oder salzig, irgendwie wirkt dieses Milchprodukt immer erfrischend und kühlend. Ideal für heiße Sommertage. Das Grundrezept unserer heute vorgestellten Topfenlaibchen hat außerdem noch einen Vorteil - es kann beliebig variiert werden: Wir mögen die Laibchen beispielsweise auch mit Grünkern und Karottenstückchen drin oder mit frischen Maiskörnern. Heute haben wir uns aber für eine mediterrane Version entschieden, die Laibchen mit Basilikum aromatisiert und mit knuspriger Mandelkruste versehen. Dazu gab's eine leichte Peperonata.