Marillenknödel

MarillenknödelWahre Glaubenskriege, geschätzte LeserInnenschaft, werden hierzulande über den adäquaten Marillenknödelteig ausgefochten. Wir schicken gleich voraus: Neutral sind auch wir in dieser Frage nicht. Oh nein! Was sich im Hause genussmousse den Namen Marillenknödel verdienen will, darf ausschließlich mit einer Hülle aus Brandteig die Szenerie betreten. Anderswo werden freilich auch Topfen- oder Kartoffeln dazu benutzt, einen Teig für die Marillenumhüllung herzustellen. Aber: Schon frau genussmousses Großmutter stellte diese duftende Frühsommer-Mehlspeise aus Brandteig her. Heute macht es herr genussmousse ganz genau so und wie es sich gehört mit Brandteig. Ein Gedicht - die Dinger schmecken wie bei der Omi und das ist schließlich der Maßstab, ja die Geschmacksnorm, für gelungene Mehlspeisen.

Rezept:
Zutaten:
8 Marillen, ohne Kern
8 Stück Würfelzucker (nur notwendig, wenn die Marillen nicht vollreif sind)
3/8l Wasser
40g Butter
250g Mehl
1 Prise Salz
1 Ei
Butter
Brösel
Zucker

Zubereitung:
Wasser, Salz und Zucker aufkochen lassen, das Mehl dazugeben und rühren, bis der Teig glatt ist und sich vom Rand löst. Kurz abkühlen lassen, dann das versprudelte Ei nach und nach einrühren. Teig rund 1/2 Stunde rasten lassen. Marillen waschen, statt des Kerns je einen Würfelzucker hineingeben. Brandteig zu einer Rolle formen, Scheiben abschneiden und je eine Marille auf eine Scheibe setzen. Zu einem Knödel rollen und in siedendem Salzwasser rund 10 Minuten köcheln lassen. Unterdessen Butter in einer Pfanne zerlassen, Brotbrösel und Zucker dazugeben und unter Rühren leicht rösten. Die fertig gekochten Knödel hineingeben und darin wälzen. Wer's besonders süß mag, bestreut vor dem Servieren noch jeden Knödel mit Staubzucker.

Guten Appetit!
Barbara (Gast) - 20. Jun, 05:34

Maßstäbe

Mehlspeisen müssen wie bei Omi schmecken - die Aussage hat was... :-)

Sie sehen auch richtig zum Anbeißen aus!!!

Ehrlich gesagt kenne ich Marillenknödel auch eher mit Kartoffelteig und finde das mit dem Brandteig sehr interessant. Brandteig gebacken kannte ich ja, aber in Salzwasser geköchelt... Das muss ich mal ausprobieren!

Bolliskitchen (Gast) - 20. Jun, 09:27

Mit Brandteig? Das ist neu für mich, aber, um ehrlich zu sein, passt mir das besser, denn Brandteig kann ich machen!

Muss ich dann mal ausprobieren, wenn ich es schaffe!

Ehrlich gesagt noch nie Marillenknödel gegessen; insofern sind die Streitigkeiten bezüglich der richtigen Zubereitungsart höchst amüsant. Gibt es denn auch schlimme Familienzwistigkeiten von denen noch zu berichten ist (angeheiratete entfernte Familienmitglieder die in Wettstreit treten ;-)

mipi (Gast) - 20. Jun, 18:02

Als Piefke enthalte ich mich dann doch lieber den Glaubenskriegen um die Marillenknödel. Ich kann nur sagen: Es sieht sehr köstlich aus!

kochsinn - 21. Jun, 22:15

Mit Brandteig kannte ich bis jetzt noch nicht, muss ausprobiert werden.

Dandu (Gast) - 23. Jun, 06:47

Ich bin auch eher gebranntes Kind. Dh ich kenne es hauptsächlich in der Kartoffelteig oder auch gelegentlich als Topfenteig. Klingt interessant und kann ich mir gut vorstellen.

haba (Gast) - 12. Mai, 21:46

Eine Stimme für Topfen

Ausser dass das 4. Wort "Butter" und nicht "Zucker" sein sollte bin ich nach einem Test sehr skeptisch dem Brandteig gegenüber. Zu klebrig, zu wenig Luft. Das nächste Mal versuch ich es mit Topfen.

Bolliskitchen (Gast) - 8. Jun, 07:33

gerade am WE mit Österreichern darüber geredet, bei denen geht auch nur der Brandteig.
Werde ich mal ausprobieren, meint Ihr, ich kann meinen Eclair-Brandteig nehmen? Ist mit Milch.
Und, könnte man die vorbereiten und dann nur schnell braten?
Merci und liebe Grüsse!

PS: kbollwerk@orange.fr

Emil (Gast) - 2. Jul, 12:35

In Kindheitserinnerungen schwelgen

Eine wundervolle Kindheitserinnerung sind diese Knödel, über die ich gerade stolpere, die unbedingt nachgekocht werden müssen.

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