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Kaiserschmarrn

KaiserschmarrenDer Kaiserschmarrn gehört zu den Klassikern in Österreichs Süßspeisenküche. Im Hause genussmousse galt er lange als schlicht unmöglich. Und zwar als unmöglich zuzubereiten. Dabei ist das doch so einfach. Aber die Geschichte hat sich wie folgt zugetragen: Als herr und frau genussmousse begannen, Bett wie Herd zu teilen, stürzten sich die beiden auch in gemeinsame Kochabenteuer. Guter Wille war ausreichend vorhanden. Allein: Am Können und am nötigen Wissen mangelte es. Und so nahm das Verhängnis seinen Lauf. Herr und frau genussmousse beschlossen nämlich, gemeinsam alle ihre Lieblingsspeisen herzustellen. Darunter auch einen lecker-luftigen Kaiserschmarrn. Flugs war ein Rezept dafür gefunden. Doch oh Schreck: Es empfahl, nicht nur Milch, Eier und Mehl zu verarbeiten, sondern auch Sahne zuzugeben. Und der Schmarren wurde nicht beidseitig angebraten, sondern nur auf einer Seite, dann sollte er mit zwei Gabeln zerrissen und nun erst gewendet werden. Doch so weit kam es gar nicht. Die Konsistenz der Schmarrn-Masse war suppig, schmierig und Meilen davon entfernt, wie eine ordentliche Kaiserschmarrnmasse zu sein hat. Wen wundert's, gehört in einen standesgemäßen Kaiserschmarrn doch beileibe keine Sahne. Jedenfalls war das Ergebnis erschreckend: Halbdurch auf der einen, schwarz auf der anderen Seite und schlicht unessbar. Erst vor Kurzem haben wir uns wieder an die Zubereitung von Kaiserschmarrn gewagt. Und siehe da: Er gelang. Seither gibt's ihn jede Woche im Hause genussmousse - wir haben schließlich ein Defizit gutzumachen.

Rezept:
Zutaten:
120g Mehl
2 Eier
180 ml Milch
etwas Butter
1 Prise Salz
fakultativ: Rosinen, in etwas Rum eingelegt
dazu: Preiselbeerkompott, Apfelmus, Zwetschgenröster
Staubzucker (Puderzucker) zum Bestreuen

Zubereitung:
Eier trennen, Eiweiß schaumig schlagen und Dotter gut mit der Milch verquirlen. Eine Prise Salz zum Mehl geben, verrühren, dann auch die Dotter-Milchmischung einrühren. Den Eischnee unterheben und etwas Butter in einer Pfanne erhitzen. Den Kaiserschmarrnteig in die Pfanne gießen und bei leiser Hitze anbraten. Wenn an der Oberseite Blasen aufsteigen, die Rosinen auf der Schmarrnmasse verteilen und den Schmarrn, der jetzt noch wie ein Pfannkuchen aussieht, wenden. Auch auf der anderen Seite stocken lassen und mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke zerreißen. Auf vorgewärmte Teller verteilen, dick mit Staubzucker bestreuen und mit Preiselbeerkompott, Apfelmus oder Zwetschgenröster genießen. Mmm - das schmeckt wie bei Oma!

Guten Appetit!
Petra (Gast) - 16. Jan, 14:47

Toll. dass ihr euch wieder dran gewagt habt und Erfolg hattet. Ich hatte zwar keinen Mißerfolg, hatte aber früher oft Bedenken/Angst einen Kaiserschmarrn nicht richtig zu machen und habe ihn daher nicht gemacht. Glücklicherweise ist das jetzt vorbei!
Viele Grüße

reibeisen - 18. Jan, 09:23

ja, manches mal muss man/frau bloß ein wenig (in unserem fall allerdings: viel) zeit vergehen lassen - dann klappen die dinge auf einmal aus ganz unerfindlichen gründen.
Hedonistin - 16. Jan, 15:27

So wird er auch in der low budget-Küche gemacht - allerdings wird er hier "Bürgerschmarren" genannt: weil in der klassischen kaiserlichen Version nur grade mal 10 bis höchstens 25 Gramm Mehl auf ein Ei gerechnet werden. Eure und unsere Mehl-Ei-Proportionen sind nicht hochadelstauglich. :-)

reibeisen - 16. Jan, 15:47

was wieder mal beweist, dass wir schlicht nicht adelstauglich sind... ;-)
BerlinKitchen (Gast) - 16. Jan, 16:48

"Als herr und frau genussmousse begannen, Bett wie Herd zu teilen, stürzten sich die beiden auch in gemeinsame Kochabenteuer. "


köstlich! :))

Ich habe mir in diesem Winter auch fest vorgenommen "Kaiserschmarrn" zu machen, aber eigentlich gibt es doch im Moment keine Zwetschgen, nicht wahr. Diese österr. Mehlspeisen sind einfach sooooo verlockend............

Grüße,
Martin

reibeisen - 18. Jan, 09:22

das lässt sich doch auch hervorragend von äpfeln begleiten. so ein frisch gemachtes apfelmus dazu - yummie!
BerlinKitchen (Gast) - 18. Jan, 12:15

Stimmt, muß nicht immer der Zwetschgenröster sein!

Martin
www.berlinkitchen.com
Stefan (Gast) - 16. Jan, 20:46

Solo am besten

Aus Wien zurück kann ich bestätigen: Die Österreichen machen klasse Süßspeisen.
Erstaunlich finde ich übrigens, dass alle Welt Kompott, Früchte und andere Dinge dazu reicht (und nimmt). Ich persönlich mag den puren Schmarren am liebsten. Beigaben stören da nur, finde ich.

reibeisen - 18. Jan, 09:20

stimmt. kaiserschmarrn schmeckt auch solo fein. allerdings fehlt ihm ohne kompott oder mus einfach die saure komponente. deswegen gibt's ihn im hause genussmousse auch mit einer dieser beilagen.
sammelhamster (Gast) - 16. Jan, 21:22

oh, den will ich auch haben!
ich liebe mehlspeisen und ein gescheites kaiserschmarrnrezept hatte ich bisher leider noch nicht, aber dieses hier hört sich einfach und lecker an!
das muss bald gemacht werden :-)

reibeisen - 18. Jan, 09:19

ist wirklich super-einfach. sogar wir haben's damit endlich geschafft... ;-)
lamiacucina - 17. Jan, 06:50

In eine Spölmeis gehört Möl. Ohne Mehlstütze würde er vermutlich rasch zusammenfallen wie die adelige Version.

reibeisen - 18. Jan, 09:19

genau!
Barbara (Gast) - 19. Jan, 15:17

Wunderschön zu lesen! :-)
Und danke für Euer erprobtes Rezept - ich habe auch schon ewig keinen mehr gemacht, dabei bin ich auch ein großer Fan österreichischer Mehlspeisen.

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