Apfelbrot, home made

ApfelbrotSeit jeher bemüht sich der Mensch, im Herbst die Früchte aus Feld, Wald und Wiese zu konservieren. Über die Jahre ist dadurch die Tradition entstanden, Obst und Nüsse zu schmackhaften Gewürzbroten zu verbacken und sie so möglichst lange haltbar zu machen. Häufig wird da mit bereits getrocknetem Obst gearbeitet. Unser heute vorgestelltes Apfelbrot hingegen haben wir vorwiegend aus frischen Äpfeln hergestellt. Das schmeckt unglaublich lecker und hat zudem den unübertrefflichen Vorteil, den Apfelüberschuss im Hause genussmousse abzubauen (die Trentiner Verwandtschaft schickt uns das knackige Obst von ihren Plantagen jeden Herbst kistenweise).

Rezept:
Zutaten:
1 kg säuerliche Äpfel
200g Haselnüsse
250g Rosinen oder Sultaninen
100g weißer Zucker
120g brauner Zucker
3 EL Kakaopulver (das ungesüßte)
1 TL Zimt, gemahlen
1 Messerspitze Nelke, gemahlen
2 EL Vodka
2 EL Apfelschnaps
250g Dinkelmehl
250g Weizenmehl
1 1/2 Packerl Backpulver

Zubereitung:
Äpfel waschen, schälen und mit einem groben Reibeisen zerkleinern. Mit allen Zutaten - außer Mehl und Backpulver - vermischen und mindestens zwei Stunden zugedeckt marinieren lassen. Dann die beiden Mehlsorten vermischen, das Backpulver gut darin verrühren und alles zur Apfelmischung geben. Mit nassen Händen Brotlaibe formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und im Ofen bei 200° C (180°C Umluft) rund 60 bis 75 Minuten backen. Damit die Oberfläche nicht verbrennt, die Laibe anfänglich mit Alufolie abdecken. Die Folie kann nach rund einer Dreiviertelstunde wieder entfernt werden. Auskühlen lassen und mit Butter servieren.

Guten Appetit!

Klingt nicht schlecht

und Nachback-Listen-fähig. Aber müssen denn tatsächlich knapp 500 g Zucker rein (wenn man mal die Rosinen dazunimmt)? Ist das dann nicht sehr, sehr , sehr süß?

reibeisen - 30. Nov, 10:15

das apfelbrot schmeckt auch eher nach zelten, als nach "brot". insofern ist vielleicht der name falsch gewählt.
grundsätzlich ist die zugegebene zuckermenge aber natürlich variabel: je nachdem, welche sorte äpfel wir verarbeiten, entscheiden wir dann auch die zuckermenge. boskop-äpfel z.b. brauchen schon ein bisschen zucker. und man gönnt sich ja sonst nix... ;-)

Jetzt habe ich extra im Wörterbuch Österreichisch-Deutsch nachgesehen:

http://www.ostarrichi.org/wort-4105-deat-zelten,+%C3%BCbernachten+im+Zelt.html

rätsele aber immer noch, wie "zelten" schmeckt. ;)
reibeisen - 11. Dez, 10:52

zur namensdiskussion: "zelten" ist tatsächlich ein tirolerischer begriff und eine spezialität, die vor allem hierzulande in der vorweihnachtszeit zubereitet wird. mehr unter:
http://www.sagen.at/doku/volksleben/thomastag.html
oder unter:
http://tirol.orf.at/magazin/tirol/rezepte/stories/236642/
Bolli - 30. Nov, 18:12

Hhhmmmm, in Österreich scheint man Brot oft für alles zu verwenden, ein Österreichischer Freund schenkt uns immer zu Weihnachten Birnen-Brot ( er scheint wohl Verwandte mit Birnenbäumen zu haben...) und es ist so ein Zwischending zwischen Strudel und pain d'épice.
Aber lecker, so stelle ich mir Euer Apfelbrot vor!!!

lamiacucina - 30. Nov, 21:21

ich kenn auch nur das Bündner oder Puschlaver Birnbrot, das mit getrockneten Birnen, Nüssen und Feigen hergestellt wird. Zuckerzelten: Süssigkeiten. Wie lange hält das Brot bei Raumtemperatur bei Verwendung frischer Aepfel ?

reibeisen - 11. Dez, 10:48

zwei bis drei wochen ohne probleme.
Barbara (anonym) - 1. Dez, 09:49

In Süddeutschland nennt sich das glaube ich auch Brot.

Mit frischen Äpfeln habe ich das noch nie gesehen, das wäre eine super Idee, um auch unsere Äpfel schnell zu verarbeiten, die mangels Keller irgendwie nicht mehr richtig gut aussehen...

Dolce (anonym) - 3. Dez, 06:49

Das Apfelbrot sieht perfekt aus! Ich habe mir das Rezept schon gespeichert!

reibeisen - 11. Dez, 10:50

fein, das freut uns!
karine (anonym) - 6. Dez, 08:59

Apfelbrot mit frischen Aepfeln ist fuer mich auch neu, das ist eben das schoene am bloggen..habt ihr gut gemacht. Wird nachgebacken wenn auch mit anderen Nuessen mangels Haselnuessen (die muss ich erst noch einfuehren hier ;-) ).

reibeisen - 11. Dez, 10:50

mandeln oder ähnliches schmecken sicher auch fein... ;-)
roba - 9. Dez, 13:07

genussmousse

welch lustvolle seite!

reibeisen - 11. Dez, 10:49

dankeschön!

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