Freitag, 4. April 2008

Spaghetti mit Bärlauchpesto, homemade

Spaghetti mit hausgemachtem BärlauchpestoJetzt ist Pestozeit! Richtig gelesen, jetzt, mitten im Frühling und nicht im Sommer (wie gemeinhin angenommen) hat die grüne Paste mit eigentlich italienischem Ursprung Saison. Das beweist ein kleiner Rundblick in der Welt der Blogs: Bei Lamiacucina gibt es heute ein leckeres Kürbiskernpesto, Bolli offerierte kürzlich ein leckeres Petersilpesto und die Variante mit Bärlauch ist momentan sowieso à la mode - die Anonymen Köche reichen dazu Trofie, bei Chili und Ciabatta kommt der Pesto in die Polenta und Genial lecker präsentiert die grüne Paste im Glas. Auch wir haben gehäckselt und unseren frischen Bärlauchpesto ganz klassisch zu Spaghetti gereicht. Wahrlich ein Frühlingsfestessen - auch farblich!

Rezept:
Zutaten:
1 Bund frischer Bärlauch
120g Pinoli
70g Parmesan
Olivenöl
Spaghetti

Zubereitung:
Pinoli ohne Fett in einer Pfanne anrösten und auskühlen lassen. Bärlauch waschen, abtropfen und grob schneiden. Parmesan reiben. Alles miteinander mit reichlich Olivenöl im Mixer kleinhäckseln (ein paar Pinoli zum Drüberstreuen beiseite geben). Spaghetti al dente kochen, abgießen. Pesto mit etwas Nudelkochwasser vermischen und unter die Nudeln heben. Auf vorgewärmte Teller geben und mit Parmesanspänen und Pinoli bestreuen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 2. April 2008

Chorba adass - Libanesische Linsensuppe mit Minze

Chorba adass - Libanesische Linsensuppe mit MinzeLinsensuppe ist ein Klassiker der levantinischen Küche(n). Die tatsächliche Zusammensetzung der - eigentlich überall dickflüssigen - Brühe aus roten Linsen, diversen Gemüsen und Gewürzen variiert jedoch von Land zu Land, von Region zu Region. Unser heutiges Suppenrezept mit Kreuzkümmel, Minze und Zitrone stammt aus dem Libanon und schmeckt herrlich. Und ganz nebenbei gehört es auch noch zu den "Geht-schnell-und-ohne-viel-Aufwand"-Rezepten, die wir in den vergangenen Wochen zunehmend zu schätzen gelernt haben.

Rezept:
Zutaten:
200g rote Linsen
1 mittelgroße Kartoffel
1 Karotte
1 gelbe Zwiebel
2 Stängel vom Stangelsellerie
1 Stängel Petersilie
2 frische, scharfe, rote Peperoni
1 TL Kreuzkümmel gemahlen
2 TL getrocknete Nana-Minze (jede andere, intensiv duftende Minze ist auch geeignet)
Saft einer halben Zitrone
Salz

Zubereitung:
Linsen in kaltem Wasser waschen. Mit den geputzten und in grobe Stücke geschnittenen Gemüsen, den Peperoni (seitlich eingeritzt, damit die Schärfe so richtig gut nach draußen kann), der Petersilie und dem Kreuzkümmel zum Kochen bringen. 25 Minuten bei leiser Hitze köcheln. Gemüse, Petersilie und Peperoni entfernen, Kartoffelstücke mit einem Gabelrücken in der Suppe zerdrücken, Minze und den Zitronensaft einrühren, mit Salz abschmecken. Nochmals zwei Minuten ziehen lassen. Mit Zitronenschnitzen und frischem Weißbrot servieren.

Guten Appetit!

Donnerstag, 27. März 2008

Mousse au chocolat trés riche, donc irrésistible

Mousse au chocolat trés riche,  donc irrésistibleSündiges heute aus der genussmousse-Küche: Eine Schokoladenmousse, super-üppig, super-reichhaltig und folglich super-unwiderstehlich. Endlich gab's bei uns mal wieder Schoki und das nach mehrwöchigem Kakaoprodukte-Entzug (freiwillige Selbstkontrolle nennt sich das übrigens). Und da wir uns die Völlerei redlich verdient hatten, fabrizierten wir die Schokoladensünde gleich besonders deftig. Mit allem Drum und Dran, wie 70%iger Schoki, Butter, Sahne und Eiern. Anders als etwa beim letzten Mal - da hatte es noch die figurfreundlichere Version gegeben.

Rezept:
Zutaten:
150g beste Schokolade mit 70%igem Kakaoanteil
30g Butter
1 Ei
2 Eiklar
250ml Sahne
1 TL Vanillezucker
1,5 EL Feinkristallzucker

Zubereitung:
Die Schokolade unter Rühren im Wasserbad schmelzen. Butter und das gut verquirlete Ei einrühren und abkühlen lassen. Unterdessen die Eiklar schlagen, bis der entstehende Schnee weiße Spitzen bildet. Nun die Zucker dazugeben und den Schnee fertig schlagen. Rund die Hälfte vorsichtig unter die weitgehend abgekühlte Schokomasse rühren, etwas pausieren und dann auch den zweiten Teil vorsichtig unterheben. Sahne schlagen und zur Schokoladenmasse geben, unterrühren, in Gläser füllen und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden rasten lassen.

Guten Appetit!

Sonntag, 23. März 2008

Coniglio al rosmarino - Kaninchenkeulen mit Rosmarin

Coniglio al rosmarino - Kaninchenkeulen mit RosmarinAndernorts verspeist mensch an Ostern das, was die Karnickel so in den diversen Nestern hinterlegen. Im Hause genussmousse gab's indes gleich das Karnickel selbst. Zumindest seine Keulen. Unser heute vorgestelltes Rezept eignet sich herrlich für all jene Gelegenheiten, bei denen Gäste zugleich bekocht UND unterhalten werden wollen. Fleisch und Kartöffelchen schmoren nämlich quasi von selbst im Ofen vor sich hin und sondern dabei himmlische Düfte ab. Was wiederum sehr praktisch ist, denn dann haut jedeR gleich ordentlich rein, wenn die chose mal auf dem Tisch steht.

Rezept:
Zutaten:
2 Kaninchenkeulen
6 mittelgroße Karoffeln
8 Zweige frischer Rosmarin
2 EL Olivenöl
3 Zehen Knoblauch
90 ml Weißwein
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Kaninchenkeulen in etwas Olivenöl beidseitig anbraten. Kartoffeln schälen und in Salzwasser rund fünf Minuten köcheln, abgießen und mit etwas Olivenöl, dem geschälten und in grobe Stücke geschnittenen Knoblauch sowie den Rosmarinnadeln in eine feuerfeste Form geben. Kaninchenkeulen salzen, pfeffern und auf die Kartoffeln legen. Rundum den Weißwein dazugießen. Mit Alufolie gut verschließen und bei 200°C (180°C Umluft) rund 25 Minuten schmoren. Die Alufolie entfernen und nochmals rund fünf Minuten im Ofen braten. Dazu schmeckt knackig-frischer Blattsalat.

Guten Appetit!

Dienstag, 18. März 2008

Nutella-Muffins mit Schokostücken

Nutella-Muffins mit SchokostückenNach langer Pause, die veränderten Lebensbedingungen und Aufgaben geschuldet ist, gibt's hier nun endlich wieder mal was aus der genussmousse-Küche zu lesen. Selbstverständlich kochen wir nach wie vor, allerdings seltener und zur Zeit leider auch nicht sehr aufwendig - die liebe Zeit lässt's einfach nicht zu. Dennoch wird es auch künftig an dieser Stelle immer wieder mal was von uns zu lesen geben - in größeren Abständen als bisher, freilich.

Rezept:
Zutaten:
100g Nutella
75g Butter
50g Rohrzucker
1 Packerl Vanillezucker
2 Eier
300g Weizenmehl
160 ml Milch
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
200g Schokolade, 70% Kakaoanteil

Zubereitung:
Eier mit Rohr- und Vanillezucker schaumig rühren. Butter zum Schmelzen bringen, Nutella einrühren, etwas abkühlen lassen und gemeinsam zur Eiermischung geben. Mehl mit Salz und Backpulver sowie der in kleine Stücke geschnittenen Schokolade vermengen und nun mit der Nutella-Eiermischung und der Milch zu einem saftigen Teig verkneten. Muffinform mit Papierkörbchen auslegen, je zu 3/4 füllen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C 20 Minuten backen. Die Masse ergibt 12 Muffins.

Guten Appetit!

Donnerstag, 21. Februar 2008

Knackig-bunter Spätwintersalat

KrautmixsalatGemüsemäßig ist momentan "Saure-Gurken-Zeit". Wirklich frisches, heimisches Grünzeug gibt's aktuell leider noch nicht. Und just zu dieser Zeit im Jahr packt uns regelmäßig der Heißhunger auf knackige Vitamine. New York-Times-Kolumnist Mark Bittman, vulgo "The Minimalist" (nun auch mit tollem Blog), weiß da Abhilfe: Er verabeitet Weiß- und Rotkraut mit Karotten zu einem sehr leckeren Salat. Das haben wir natürlich sofort abgekupfert. Et voilà:

Rezept:
Zutaten:
1/2 Kopf Weißkraut
1/4 Kopf Rotkraut
1 Karotte
Salz
Saft einer Zitrone
Olivenöl

Zubereitung:
Das Gemüse in hauchdünne Streifen schneiden. Mit 1 EL Salz in eine Schüssel geben und zwei Stunden lang ziehen lassen. Dabei immer wieder mit den Händen leicht durchkneten, die Flüssigkeit herauspressen und abgießen. Vor dem Servieren das Salz mit Wasser abspülen, abtropfen und mit Zitronensaft und Olivenöl anmachen. Fertig ist der perfekte, knackig-frische Spätwintersalat.

Guten Appetit!

Montag, 18. Februar 2008

Zitronenkabeljau mit schwarzem Cashew-Reis und Blattspinat

Zitronenkabeljau mit schwarzem Cashew-Reis und BlattspinatDer kürzlich servierte Kabeljau hat uns auf den Geschmack gebracht. Trotz schlechten Gewissens haben wir nun schon wieder Kabeljau schnabuliert. Dieses mal mit zitroniger Note versehen - vorfrühlingshaft, leicht und lecker. Ein besonderes Erlebnis war aber auch der Riso Venere integrale nero. Schwarzer, nussiger Vollreis aus Italien (hier vor Kurzem auch von Robert von lamiacucina verkocht). Geschmacklich ein Gedicht. Wir haben ihn noch mit leich gedünsteten Cashew-Nüssen aufgebessert und auch das sehr gemocht. Und der frische Blattspinat, den es dazu gab, war ein willkommenes Zugeständnis an den mir Riesenschritten herannahenden Frühling.

Rezept:
Zutaten:
Für den Kabeljau:
300g Rückenfilet vom Kabeljau
Schale einer Zitrone
2 cm frischer Ingwer
1 EL geschmolzene Butter
Salz

Für den Reis:
250g Riso Venere nero
1/2 EL Olivenöl
500ml Gemüsebrühe
1 handvoll Cashewnüsse

Für den Spinat:
400g frischer Blattspinat
1 kleines Stück Butter
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Von einer unbehandelten Zitrone mit dem Zestenreißer Streifen abschälen. Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden, die Butter zum Schmelzen bringen. Etwas Butter in eine ofenfeste Form geben, den Ingwer hineinlegen und ein paar Zitronenzesten dazustreuen. Kabeljau waschen, trockentupfen und in die Form legen. Mit den restlichen Zitronenzesten bestreuen sowie die restliche Butter darübergießen. Gut mit Alufolie verschließen und bei 90°C im Ofen rund 45 garziehen lassen. Unterdessen Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Reis darin kurz anbraten, mit Gemüsebrühe aufgießen und bei halboffenem Deckel langsam weichköcheln. Nebenbei die Cashews in eine Stilkasserole geben, mit wenig Wasser bedecken und bei leiser Hitze weichschmurgeln. Die Nüsse werden extra weichgegart, damit sie nicht die dunkelviolette bis schwarze Farbe des Reises annehmen und werden erst zum Servieren unter den fertigen Reis gemischt. Spinat waschen, die harten Stängel herausschneiden und blanchieren. Mit Eiswasser abschrecken und gut abtropfen. Unterdessen Butter erhitzen, Knoblauch darin anbraten und bevor er braun wird, wieder entfernen. Der Spinat wird vor dem Servieren in dieser Butter geschwenkt, leicht gesalzen und gepfeffert. Alles miteinander auf vorgewärten Tellern anrichten.

Guten Appetit!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Sura Kees - Eine Spezialität aus dem Montafon

Sura Kees oder Sura KäsBei der Rückfahrt vom Bodensee nach Tirol haben wir kurzerhand einen Abstecher ins Montafon gemacht. Dass da die regionale Käsespezialität, der Sura Kees (zu dt.: Saurer Käse), mit ins Gepäck musste, ist eh klar. Dieser topfige Sauermilchkäse ist besonders mager, schmeckt dafür umso leckerer und ist - olfaktorisch - eine Wucht. Das war dann, den Rest der Autofahrt über, für uns doch recht herausfordernd! Was aber macht mensch mit dem Stinker? Die Montafoner kippen den Käse in ihre "Knöpfle". Sommerlich-leichter ist die heute hier präsentierte Variante, bei der der Käse mit Zwiebeln, Essig und Öl mariniert wird.

Rezept:
Zutaten:
250g Sura Kees (Sauermilchkäse aus dem Montafon)
1 kleine rote Zwiebel
3 Stängel Petersilie
1,5 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
Pfeffer

Zubereitung:
Sura Kees in dünne Scheiben schneiden und auf eine Platte legen. Mit dem Öl und dem Essig beträufeln, pfeffern und bei Zimmertemperatur 15 Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren die Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und auf dem Käse anrichten. Petersilie waschen, Blättchen abzupfen und rundum drapieren. Dazu schmeckt frisches Sauerteigbrot oder Kartoffelsalat.

Guten Appetit!

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