Lasagne alle zucchine
Auch bei der lasagnetypischen Nudelschichtung erweist es sich als besonders delikat, geschmacklich auf die Qualitäten einer Hauptzutat zu setzen, konnten wir heute feststellen. Selbst wenn die klassische Lasagne mit einer Sauce gefüllt wird, die aus mehreren Hauptakteuren einen runden Gesamtgeschmack komponiert, haben wir uns dieses Mal für eine weniger traditionelle Vorgehensweise entschieden. Wir wollten den Zucchine den Vorrang geben, sie hervorheben und betonen. Das ist gelungen. Eine leichte Besciamella (sie wird nicht nur mit Milch, sondern auch mit Wasser zubereitet) unterstützte den Geschmack des grünen Sommergemüses ebenso wie frischer Basilikum. Fazit: Diese Lasagne wird es wieder einmal geben.Bergprogramm:

Neuerlich von einem Seitental des Wipptals, nämlich dem urigen Schmirntal aus, führt auch diese Wanderung in eine weitgehend unberührte Bergwelt. Die Ziele der Tour, der türkis-blaue Ramsgrubensee und die darüber thronende Schöberspitze, sind ein kleiner Geheimtipp. Da hier keine bewirtschaftete Hütte lockt, trifft mensch vorwiegend auf Einheimische - TouristInnen ziehen offensichtlich Routen mit entsprechender Infrastruktur vor. Wer die Einsamkeit der Berge genießen möchte, ist hier jedenfalls genau richtig. Gemsen, Rehe, Murmeltiere und Raubvögel begleiten den Marsch durch lichte Lärchenwälder und saftige Almmatten bis zum Ramsgrubensee. Schon von hier aus belohnen traumhafte Aussichten auf die Gletscher der Tuxer sowie der Stubaier Alpen den Wanderer (natürlich auch die Wandererin). Von der Schöberspitze aus ist bei klarem Wetter dann sogar der Ortler in Südtirol auszumachen. Und von knapp unterhalb leuchtet das Blau des Sees, in dessen kalten Fluten mensch seine müden Beine bei einer kleinen Rast nach dem Gipfelsieg erfrischen kann - ein Bad in dem kalten Wasser wagen nur besonders Wackere und das auch nur an sehr, sehr heißen Hochsommertagen. Der geht hier in Tirol allerdings schön langsam zu Ende: Immer wieder ist eine erste Ahnung des nahenden Herbsts zu spüren. In der Nacht auf heute etwa hat es hierzulande bis 2.000 m herab geschneit.Rezept:
Zutaten:
5 kleine Zucchine
2 Zehen Knoblauch
1 Peperoncino
3 EL Pesto
1 Bund frischer Basilikum
1 EL Pinienkerne
Olivenöl
1 walnussgroßes Stück Butter
3 EL Weizenmehl
ein Schuss Milch
Muskatnuss
Lasagneblätter
3 EL frisch geriebener Grana
Zubereitung:
Zucchine in dünne Scheiben schneiden und mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe sowie dem Peperoncino in reichlich Olivenöl anbraten, bis sie Farbe nehmen. Knoblauchstücke und Peperoncino entfernen, dann den Pesto und die restliche, in superkleine Stückchen gehackte Knoblauchzehe einrühren. Butter in einer kleinen Kasserolle zum Schmelzen bringen, Mehl hineinstreuen, kurz anbraten und mit kalter Milch und kaltem Wasser aufgießen. Unter beständigem Rühren solange köcheln, bis die Sauce eingedickt ist und nicht mehr nach Mehl schmeckt. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Lasagneblätter (wir haben in diesem Fall bereits fertige Hartweizengries-Teigplatten benutzt) in kochendem Wasser drei Minuten vorgaren. Eine Lasagneform buttern und abwechselnd Teigplatten, Zucchinemischung, fein geschnittenen Basilikum und Besciamella einschichten. Am Schluss eine Lage Nudeln mit Besciamella zudecken, Grana darauf verteilen und die Pinienkerne darüber streuen. Im Backrohr bei 180°C 20 bis 25 Minuten backen. Vor dem Servieren rund zehn Minuten rasten und dabei stocken lassen.
Guten Appetit!
reibeisen - 16. Aug, 13:46
Dass Bellinis "Norma" bleibenden Eindruck hinterlassen kann, beweist nicht nur
Zucchine haben nicht nur ganz allgemein Saison zur Zeit, sie sind auch in der Blogosphäre derzeit alltenhalben anzutreffen. "Schuld" daran ist das aktuelle
Nach Langem wieder mal ein Bericht von einem unserer Ausflüge in die heimische Bergwelt (ganz speziell auch für
Schnell, einfach und soooo frühlingsgut. Unsere heute vorgestellte Pasta schmeckt leicht und macht Appetit auf faule Sonnentage auf satten Wiesen, inmitten von frisch erblühten Gänseblümchen, Löwenzahn und Veilchen. Und rundum singen die Vögel. Damit auch wir Schreibtischmenschen nicht vergessen, dass es draußen so schön blüht und grünt, holen wir uns den Frühling eben auf den Teller...
Jetzt ist Pestozeit! Richtig gelesen, jetzt, mitten im Frühling und nicht im Sommer (wie gemeinhin angenommen) hat die grüne Paste mit eigentlich italienischem Ursprung Saison. Das beweist ein kleiner Rundblick in der Welt der Blogs: Bei Lamiacucina gibt es heute ein leckeres
Heute standen wieder mal Teigtaschen auf dem Programm. Dieses mal freilich (Nudel-)Tascherln italienischer Herkunft. Na ja, zumindest das Rezept dafür stammt aus unserem südlichen Nachbarland. Den Rest haben wir schon selbst gemacht. Schließlich musste der restliche Butternusskürbis verbraucht werden. Die Fülle, für die wir den Kürbis im Backrohr geröstet haben, hat uns besonders gut geschmeckt. Das Gemüse gewinnt durch den Röstvorgang ohne Wasser und Fett nämlich zusätzlich Geschmack wie Intensität. Genau richtig für eine Nudelfüllung.
Im Hochwinter, dann, wenn bei uns nichts, aber schon gar nichts mehr wächst, schwelgen die SizilianerInnen immer noch im Überfluss. Zur Zeit hängen dort gerade die Bäume voll reifer und praller Orangen und auch der wilde
Es gibt Mahlzeiten, die schreiben sich ins Gedächtnis ein. So etwa unsere ersten Birnenravioli, die wir einst im friulanischen Hügelland - dicht an der slowenischen Grenze - genießen durften. Im Schatten großgewachsener Nussbäume warteten da rustikale Holztische mit rot-weiß karierten Tischdecken auf hungrige Gäste. Zunächst eher skeptisch nahmen wir Platz, hörten mit wachsender Freude das Speisenangebot (Karte gab's natürlich keine) und jubelten schon beim ersten Bissen. Die "mamma", die in dieser Küche den Kochlöffel schwang, wusste eindeutig was sie tat. Und das ganz ohne Sterne oder andere Prämierungen. Einfach, gut und unvergesslich.
Gerade im Einfachen liegt in der Welt der Küche oft ungeahntes Glück. Unser heutiges Pasta-Rezept gehört wohl zum Einfachsten überhaupt, das man/frau zubereiten kann. Aber (was wäre das für eine Welt ohne ein "Aber"?)! Aber gerade beim Kochen scheinbar so einfacher Rezepte kommt es auf die Details an. Für die Pasta con la salvia muss der Salbei mit einem sehr scharfen Messer geschnitten werden - wenn man/frau ihn dabei drückt und würgt schmeckt's gleich nicht mehr so gut. Ebenso wichtig ist es, den Knoblauch (von dem auch reichlich in die schäumende Butter gehört) hauchfein aufzuschneiden. Wer das beherzigt, möglichst sorgfältig vorgeht und mit Muße kocht, der/die wird die pasta con la salvia lieben. So wie wir, die wir uns nach der heutigen Bergtour über eine schöne, große Portion der Salbei-Pasta hergemacht haben.
Im Tiroler
Im Jahr 2006 hat ein Buch, verfasst von