Sonntag, 23. März 2008

Coniglio al rosmarino - Kaninchenkeulen mit Rosmarin

Coniglio al rosmarino - Kaninchenkeulen mit RosmarinAndernorts verspeist mensch an Ostern das, was die Karnickel so in den diversen Nestern hinterlegen. Im Hause genussmousse gab's indes gleich das Karnickel selbst. Zumindest seine Keulen. Unser heute vorgestelltes Rezept eignet sich herrlich für all jene Gelegenheiten, bei denen Gäste zugleich bekocht UND unterhalten werden wollen. Fleisch und Kartöffelchen schmoren nämlich quasi von selbst im Ofen vor sich hin und sondern dabei himmlische Düfte ab. Was wiederum sehr praktisch ist, denn dann haut jedeR gleich ordentlich rein, wenn die chose mal auf dem Tisch steht.

Rezept:
Zutaten:
2 Kaninchenkeulen
6 mittelgroße Karoffeln
8 Zweige frischer Rosmarin
2 EL Olivenöl
3 Zehen Knoblauch
90 ml Weißwein
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Kaninchenkeulen in etwas Olivenöl beidseitig anbraten. Kartoffeln schälen und in Salzwasser rund fünf Minuten köcheln, abgießen und mit etwas Olivenöl, dem geschälten und in grobe Stücke geschnittenen Knoblauch sowie den Rosmarinnadeln in eine feuerfeste Form geben. Kaninchenkeulen salzen, pfeffern und auf die Kartoffeln legen. Rundum den Weißwein dazugießen. Mit Alufolie gut verschließen und bei 200°C (180°C Umluft) rund 25 Minuten schmoren. Die Alufolie entfernen und nochmals rund fünf Minuten im Ofen braten. Dazu schmeckt knackig-frischer Blattsalat.

Guten Appetit!

Dienstag, 18. März 2008

Nutella-Muffins mit Schokostücken

Nutella-Muffins mit SchokostückenNach langer Pause, die veränderten Lebensbedingungen und Aufgaben geschuldet ist, gibt's hier nun endlich wieder mal was aus der genussmousse-Küche zu lesen. Selbstverständlich kochen wir nach wie vor, allerdings seltener und zur Zeit leider auch nicht sehr aufwendig - die liebe Zeit lässt's einfach nicht zu. Dennoch wird es auch künftig an dieser Stelle immer wieder mal was von uns zu lesen geben - in größeren Abständen als bisher, freilich.

Rezept:
Zutaten:
100g Nutella
75g Butter
50g Rohrzucker
1 Packerl Vanillezucker
2 Eier
300g Weizenmehl
160 ml Milch
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
200g Schokolade, 70% Kakaoanteil

Zubereitung:
Eier mit Rohr- und Vanillezucker schaumig rühren. Butter zum Schmelzen bringen, Nutella einrühren, etwas abkühlen lassen und gemeinsam zur Eiermischung geben. Mehl mit Salz und Backpulver sowie der in kleine Stücke geschnittenen Schokolade vermengen und nun mit der Nutella-Eiermischung und der Milch zu einem saftigen Teig verkneten. Muffinform mit Papierkörbchen auslegen, je zu 3/4 füllen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C 20 Minuten backen. Die Masse ergibt 12 Muffins.

Guten Appetit!

Donnerstag, 21. Februar 2008

Knackig-bunter Spätwintersalat

KrautmixsalatGemüsemäßig ist momentan "Saure-Gurken-Zeit". Wirklich frisches, heimisches Grünzeug gibt's aktuell leider noch nicht. Und just zu dieser Zeit im Jahr packt uns regelmäßig der Heißhunger auf knackige Vitamine. New York-Times-Kolumnist Mark Bittman, vulgo "The Minimalist" (nun auch mit tollem Blog), weiß da Abhilfe: Er verabeitet Weiß- und Rotkraut mit Karotten zu einem sehr leckeren Salat. Das haben wir natürlich sofort abgekupfert. Et voilà:

Rezept:
Zutaten:
1/2 Kopf Weißkraut
1/4 Kopf Rotkraut
1 Karotte
Salz
Saft einer Zitrone
Olivenöl

Zubereitung:
Das Gemüse in hauchdünne Streifen schneiden. Mit 1 EL Salz in eine Schüssel geben und zwei Stunden lang ziehen lassen. Dabei immer wieder mit den Händen leicht durchkneten, die Flüssigkeit herauspressen und abgießen. Vor dem Servieren das Salz mit Wasser abspülen, abtropfen und mit Zitronensaft und Olivenöl anmachen. Fertig ist der perfekte, knackig-frische Spätwintersalat.

Guten Appetit!

Montag, 18. Februar 2008

Zitronenkabeljau mit schwarzem Cashew-Reis und Blattspinat

Zitronenkabeljau mit schwarzem Cashew-Reis und BlattspinatDer kürzlich servierte Kabeljau hat uns auf den Geschmack gebracht. Trotz schlechten Gewissens haben wir nun schon wieder Kabeljau schnabuliert. Dieses mal mit zitroniger Note versehen - vorfrühlingshaft, leicht und lecker. Ein besonderes Erlebnis war aber auch der Riso Venere integrale nero. Schwarzer, nussiger Vollreis aus Italien (hier vor Kurzem auch von Robert von lamiacucina verkocht). Geschmacklich ein Gedicht. Wir haben ihn noch mit leich gedünsteten Cashew-Nüssen aufgebessert und auch das sehr gemocht. Und der frische Blattspinat, den es dazu gab, war ein willkommenes Zugeständnis an den mir Riesenschritten herannahenden Frühling.

Rezept:
Zutaten:
Für den Kabeljau:
300g Rückenfilet vom Kabeljau
Schale einer Zitrone
2 cm frischer Ingwer
1 EL geschmolzene Butter
Salz

Für den Reis:
250g Riso Venere nero
1/2 EL Olivenöl
500ml Gemüsebrühe
1 handvoll Cashewnüsse

Für den Spinat:
400g frischer Blattspinat
1 kleines Stück Butter
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Von einer unbehandelten Zitrone mit dem Zestenreißer Streifen abschälen. Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden, die Butter zum Schmelzen bringen. Etwas Butter in eine ofenfeste Form geben, den Ingwer hineinlegen und ein paar Zitronenzesten dazustreuen. Kabeljau waschen, trockentupfen und in die Form legen. Mit den restlichen Zitronenzesten bestreuen sowie die restliche Butter darübergießen. Gut mit Alufolie verschließen und bei 90°C im Ofen rund 45 garziehen lassen. Unterdessen Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Reis darin kurz anbraten, mit Gemüsebrühe aufgießen und bei halboffenem Deckel langsam weichköcheln. Nebenbei die Cashews in eine Stilkasserole geben, mit wenig Wasser bedecken und bei leiser Hitze weichschmurgeln. Die Nüsse werden extra weichgegart, damit sie nicht die dunkelviolette bis schwarze Farbe des Reises annehmen und werden erst zum Servieren unter den fertigen Reis gemischt. Spinat waschen, die harten Stängel herausschneiden und blanchieren. Mit Eiswasser abschrecken und gut abtropfen. Unterdessen Butter erhitzen, Knoblauch darin anbraten und bevor er braun wird, wieder entfernen. Der Spinat wird vor dem Servieren in dieser Butter geschwenkt, leicht gesalzen und gepfeffert. Alles miteinander auf vorgewärten Tellern anrichten.

Guten Appetit!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Sura Kees - Eine Spezialität aus dem Montafon

Sura Kees oder Sura KäsBei der Rückfahrt vom Bodensee nach Tirol haben wir kurzerhand einen Abstecher ins Montafon gemacht. Dass da die regionale Käsespezialität, der Sura Kees (zu dt.: Saurer Käse), mit ins Gepäck musste, ist eh klar. Dieser topfige Sauermilchkäse ist besonders mager, schmeckt dafür umso leckerer und ist - olfaktorisch - eine Wucht. Das war dann, den Rest der Autofahrt über, für uns doch recht herausfordernd! Was aber macht mensch mit dem Stinker? Die Montafoner kippen den Käse in ihre "Knöpfle". Sommerlich-leichter ist die heute hier präsentierte Variante, bei der der Käse mit Zwiebeln, Essig und Öl mariniert wird.

Rezept:
Zutaten:
250g Sura Kees (Sauermilchkäse aus dem Montafon)
1 kleine rote Zwiebel
3 Stängel Petersilie
1,5 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
Pfeffer

Zubereitung:
Sura Kees in dünne Scheiben schneiden und auf eine Platte legen. Mit dem Öl und dem Essig beträufeln, pfeffern und bei Zimmertemperatur 15 Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren die Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und auf dem Käse anrichten. Petersilie waschen, Blättchen abzupfen und rundum drapieren. Dazu schmeckt frisches Sauerteigbrot oder Kartoffelsalat.

Guten Appetit!

Dienstag, 12. Februar 2008

Gewinnspiel: Wo ist das bloss?

Wo kann das nur sein?Heute mal ein Ratespiel für Geographie-Cracks: Wo, fragen wir, kann nebenstehendes Foto am vergangenen Wochenende aufgenommen worden sein? Es sei an dieser Stelle freilich nicht mehr verraten, als dass dieser Ausflug zumindest für Teile der genussmousse-crew quasi unter dem Motto "Heimatbesuch" stand. Und damit die (hoffentlich) allgemeine Raterei auch einen Sinn hat, loben wir selbstverständlich einen Preis aus: Wer die Frage "Wo ist das bloss?" per Kommentarfunktion als ersteR richtig beantwortet und uns ein Mail mit ihrer/seiner Adresse zukommen lässt (die Mailadresse ist in der rechten Navigationsspalte zu finden), bekommt eine leckere Überraschung, eigenhändig angekauft im Innsbrucker Speckladele. Nun mal 'ran an die Tasten - wir sind schon gespannt auf kreative Lösungsvorschläge!

Risotto al Radicchio Rosso di Treviso

Risotto al radicchioGenau jetzt, zu dieser Jahreszeit, werden entlang des Flüsschens Sile, zwischen Treviso und Castelfranco Veneto, die "Blumen des Winters" geerntet. So jedenfalls nennt das herstellende Consorzio tutela Radicchio Rosso di Treviso sein landwirtschaftliches Feinschmeckerprodukt mit reichlich Bitterstoffen. Die verstärkt Robert von lamiacucina für seinen Risotto al radicchio durch vorheriges Grillen. Wir haben nicht vorher gegrillt, dafür die Radicchio-Spitzen in etwas Butter angeschmurgelt und nachträglich über dem Risotto angerichtet - die Stiele geben dem Reis schon während des Köchelns Geschmack.

Rezept:
Zutaten:
350g Risottoreis
2 Häupel Radicchio Rosso di Treviso
1 kleine weiße Zwiebel
150 ml Rotwein
1l Hühnerbrühe
Butter
100g frisch geriebener Grana oder Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel schälen, fein hacken und in etwas Butter glasig anschwitzen. Reis dazu, unter Rühren anbraten. Nun auch den gewaschenen und grob geschnittenen Radicchio dazugeben, rühren und braten. Mit dem Rotwein aufgießen. Bei offenem Topfdeckel köcheln. Nach und nach jeweils eine Kelle von der heißen Hühnerbrühe dazugeben. Währenddessen die Radicchio-Spitzen in etwas Butter andünsten. Kurz bevor der Reis fertig ist (außen schluzig-schleimig mit kernigem Biss innen), Grana/Parmesan und etwas Butter unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit den angdünstenen Radicchio-Spitzen belegen.

Guten Appetit!

Freitag, 8. Februar 2008

Abgekupfert: Zitronig-frische Zitronenmuffins

Zitronenmuffins à la "cavoletto di bruxelles"Backwerke mit kräftiger Zitronennote schmecken erfrischend. So vergisst man/frau beim Konsum leicht, dass man/frau gerade Süßes vertilgt. Ideal für Fastenzeitfans: Mit den superzitronigen Zitronenmuffins, abgekupfert vom wunderschönen, italienischsprachigen Blog cavoletto di bruxelles, könnte man sich nämlich tatsächlich einreden, eh nix verboten Kaloriöses zu konsumieren...

Rezept:
Zutaten:
200g Mehl
150g Zucker
150g Topfen
120g Butter
1 Ei
1 unbehandelte Zitrone
3/4 Packerl Backpulver
Für die Glasur:
125g Staubzucker
Saft einer Zitrone
Für die Deko:
Schale einer unbehandelten Zitrone
100g Zucker
80 ml Wasser

Zubereitung:
Ei mit dem Zucker schaumig schlagen, abgetropften Topfen und zerlassene Butter unterrühren. Die Zitrone heiß waschen, die Schale abreiben und dazugeben. Mehl gut mit dem Backpulver vermengen und einkneten. In Muffinformen füllen und im Backrohr bei 200°C (190°C Umluft) backen. Unterdessen die Schale von der zweiten Zitrone mit einem Zestenreißer abschaben. Zucker mit Wasser aufkochen, rund fünf Minuten köcheln lassen, dann die Zitronenzesten dazugeben und erkalten lassen. Staubzucker mit dem Saft der Zitrone vermischen und auf die erkalteten Muffins träufeln. Mit den kandierten Zitronenzesten belegen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 6. Februar 2008

Nussiges Pistaziencurry mit Huhn

Hühner-Pistazien-Curry auf Peshawari-ArtLang ist's her, seit unserer letzten Teilnahme bei einem Koch-Blogevent. Irgendwie wollte es bei den vergangenen Runden einfach nicht sein (dabei lieben wir doch gerade Ingwer so sehr - aber den haben wir einfach dieses Mal mitverkocht). Dieses Mal MUSSTE die Teilnahme aber einfach sein: Es geht nämlich um Curries (danke für das tolle Thema, geschätzte Frau Hedonistin) und die gehören quasi zum Standardrepertoire im Hause genussmousse sowie zu den Spezialitäten von Herrn genussmousse. Der hat sich für unseren diesmaligen Beitrag deshalb auch hinter den Herd gestellt und eines unserer Lieblingsgerichte zubereitet: Ein nussig-buttriges Pistaziencurry mit Huhn, das sich ursprünglich mal an den superschmackhaften Curryrezepten von Camellia Panjabi orientiert hatte.

Rezept:
Zutaten:Blog-Event XXXI - Curry
300g Hühnerbrust
100g geschälte Pistazienkerne
3 grüne Chilischoten
2 EL Sahne
250g Joghurt, abgetropft
2 große, gelbe Zwiebeln, gehackt
2 frische Tomaten, gehackt
2 Knoblauchzehen
3 cm langes Stück frischer Ingwer, gehackt
1 Msp. Kurkuma
1 TL weißer Pfeffer, frisch gemörsert
1 TL Fenchelsamen
1 TL gemahlener Kardamom
2 frische Lorbeerblätter
1 TL Garam Masala (spezielle indische Gewürzmischung)
1/2 l Hühnerbrühe
1 walnussgroßes Stück Ghee (ausgelassene Butter)

Zubereitung:
Pistazien mit 2 Chilischoten (je nach Schärfewunsch mit oder ohne Kerne) und der Sahne zu einer feinen Paste zerreiben. Ghee in einer tiefen Pfanne erhitzen und die feingehackten Zwiebeln darin anschwitzen, bis sie leicht Farbe nehmen. Dann den kleingeschnittenen Ingwer und Knoblauch sowie Fenchelsamen, Kurkuma, Pfeffer und Garam Masala dazugeben und unter Rühren mitbraten (Achtung: die Gewürze verbrennen leicht, also Vorsicht!). Nun kommt die Pistazienpaste dazu - weiter anschwitzen. Hühnerbrüstchen in 3 x 3 cm große Würfel schneiden und in den Topf zur Pistazienmischung geben. Rund zehn Minuten bei leiser Hitze schmurgeln lassen. Abgetropften Joghurt einrühren, ebenso die geschälten und in kleine Würferl geschnittenen Tomaten sowie die restliche, in Ringe geschnittene Chilischote. Mit der Hühnerbrühe aufgießen und mindestens 30 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln. Zum Servieren mit gemahlenem Kardamom bestreuen. Am besten schmeckt dazu Basmatireis.

Guten Appetit!

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