Apple pie
Juhuuu - die ersten heimischen Boskop-Äpfel sind zu haben. Diese Sorte eignet sich bestens zum Backen. Die Früchte sind nämlich mürbe und zugleich so richtig herrlich säuerlich. Eine idealer Kontrast zu süßem Teig beispielsweise. Und da sich die genussmousse-crew zudem aus bekennenden MürbteigliebhaberInnen zusammensetzt lag es nahe, einen solchen mit der neuen Ernte zu kombinieren.Rezept:
Zutaten:
Für den Teig:
320g Weizenmehl
230g Butter
1 Msp. Salz
kaltes Wasser
Für die Fülle:
1 kg Boskop-Äpfel
100g Rohrzucker
3 EL Apfelschnaps oder sonst etwas feines Hochprozentiges
Schale und Saft einer unbehandelten Zitrone
2 Eiklar
Zum Bestreichen:
Marillenmarmelade
1 Dotter verquirlet mit etwas Milch und Zucker
Zubereitung:
Eiskalte Butter in kleine Flöckchen schneiden und mit dem gesalzenen Mehl rasch verkneten. Soviel kaltes Wasser dazu, wie nötig ist, um einen kompakten Teig zu formen - nicht mehr lang kneten! In Küchenfolie einwickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Unterdessen Äpfel schälen und Kerngehäuse entfernen, in feine Scheiben schneiden. Zucker in einer großen Pfanne karamellisieren lassen, mit dem Schnaps aufgießen, köcheln bis sich große Blasen bilden. Nun die Apfelscheiben dazugeben, gut durchrühren und nach zwei Minuten von der Hitze nehmen. Zitronenschale und -saft unterrühren und auskühlen lassen. Teig aus dem Kühlschrank nehmen, in zwei Hälften teilen und auswalken. Mit der einen Hälfte eine Quiche- oder Springform auskleiden, den Teig ein Stück weit über den Rand ziehen. Eiklar steif schlagen, unter die Äpfel heben. Pie-Boden mit einer Gabel einige Male einstechen, mit Marillenmarmelade bestreichen, die Apfel-Eiklarmischung einfüllen und mit dem zweiten Teigkreis bedecken. Den überstehenden Rand einschlagen und mit einer Gabel eine Rillenverzierung anbringen. Mehrmals einstechen und mit Eidotter-Milch-Zucker-Mischung bepinseln. Im Backrohr bei 170°C rund eine Stunde backen. Noch warm, mit einem Klecks Schlagrahm serviert - ein Gedicht!
Guten Appetit!
reibeisen - 19. Sep, 09:59
Brrrrrrr! Draußen vor der Tür hatte es untertags heute nicht mehr als bestenfalls 10 Grad Celsius. So nicht! Schluss damit! Die genussmousse-crew friert. So stand das nicht im Programm: Eiseskälte, Schneefall bis 1.300 m Seehöhe herab (sollen wir uns unseren Wanderweg am kommenden Wochenende etwa mit Hilfe von Tourenskiern bahnen, oder wie?) und im Tal Regen, Regen, Regen. Das dumme Genua-Tief möge sich schleunigst gen Osten verziehen!!! Da uns wettertechnisch indes (wie eh immer) recht wenig Mitspracherecht eingeräumt wird (und wir im Grunde unseres Herzens zur Spezies der Realisten gehören), haben wir uns anderweitig beholfen. Und schon mal mit dem Zubereiten der typischen, wärmespendenden Herbstklassiker begonnen. Aufgepeppt mit ein paar nussigen Knuspercroutons.
Plötzlich und ganz unerwartet geschieht es: Da wird mensch mitten im Spätsommer von Frühlingsgelüsten überfallen. Und sehnt sich nach der Farbe Grün, nach dem Geschmack frischer Kräuter und junger Pflänzlein und dem ein oder anderen Ei. Während in allen Küchen spätsommerlich/frühherbstlich-intensive Geschmäcker dominieren, produzierte die genussmousse-Küche gestern aus diesem Grund ein zartes Risottogericht...
Die Fusion unterschiedlicher Küchen und Kochstile war ja der "dernier cri" der späten 1990er. Damals ging es vorwiegend darum, fernöstliche Einflüsse mit westlichen Küchengewohnheiten zu verschmelzen und dadurch neue Geschmackserlebnisse zu zaubern. Seit diesem Fusionsboom vergisst man oft, dass in den Küchen dieser Welt immer schon gerne Neues ausprobiert und mit dem Altbekannten verbunden wurde. Die österreichische Küche etwa, mit ihren zahllosen Einflüssen aus dem ehemals ziemlich großen Habsburgerreich, ist ein gutes Beispiel dafür: Böhmische Mehlspeisen, ungarisches Gulyas, friulanische Nudelvariationen, etc. haben sich einst ihren Weg bis nach Wien gebahnt und sind dort - oftmals großartige - Symbiosen mit traditionellen Gerichten eingegangen. Von eben dieser österreichischen Fusions-Tradition haben wir uns bei der Kreation unseres Beitrags zum Blogevent 
Hierzulande macht sich der Herbst breit. Die bis vor Kurzem satt-grünen Matten auf den Berghängen kippen ins Rötliche, die Luft ist - bei Schönwetter - zur Zeit sowas von klar und die Fernsicht sensationell. Das ist, gerade für Bergfexe wie uns, natürlich grandios. Hinter dem Umschwung in die liebste Jahreszeit der Wandersleute lauert indes der Winter. Und damit uns der nicht unvorbereitet trifft, wird momentan alles Denkmögliche eingemacht. Kürzlich waren Tomaten dran, die wir zu Sugo verkocht und in Weckgläser gefüllt haben. Damit wir dann, wenn die wirklich kalten und bösen Zeiten da sind, eine kleine, sonnige Sommer-Reserve auf Lager haben.
Es gibt Dinge, die hat mensch schon als Kind gerne gegessen. Und ganz erstaunlich: So manches davon hat bis heute nichts an Attraktivität eingebüßt. Etwa der klassische Faschierte Braten. Den mochten wir schon immer gerne. Wenn sein Duft das Haus durchzieht, kommen die Speichelsäfte auch in diesen Tagen so richtig in Bewegung. Dazu gibt es bei uns - auch ganz klassisch - Kartoffelpüree (zur Zeit sind die heimischen Püreekartoffeln, vermarktet als "Tiroler Mehlige", zu haben - ein Gedicht!) und Karotten.
Auf die Aubergine gekommen, erfreuen wir uns momentan besonders gerne an italienischen Gerichten mit der leckeren Eierfrucht. Deren klassische Kombination aus Melanzane, Knoblauch, Olivenöl und Tomaten ist einfach sowas von gut! Eigentlich unverzichtbar, wenngleich das Zeug natürlich nicht gerade wenig Fett enthält ...
Ab und zu braucht's auch im (Spät-)Sommer so richtig gehaltvolle, süße Schweinereien. Unsere Banana chocolate cupcakes gehören eindeutig zu dieser Kategorie. Sie erfüllen jendenfalls alle Bedingungen, um in die No-no-no-Listen der Diätberaterzunft aufgenommen zu werden. Aber mensch gönnt sich ja sonst nichts und wenn der Speck um die Hüften zu stark zunimmt, müssen wir einfach einmal öfter rauf auf die Berge. Dass wir das nicht unbedingt für eine Strafe halten, ist unserer Stamm-LeserInnenschaft bereits wohlbekannt.