Scharfes Wokgemüse mit Erdnüssen und Ei
Gestern musste es wieder mal schnell gehen. Selbst zum Einkaufen blieb keine Zeit. Also hieß es abends: Kühlschrank auf und begutachten, was da noch so lagert. Die Ausgangssituation war eh recht entspannt. Es gab nämlich Lauch, Karotten, eine gelbe Paprikaschote, Chilis und Eier. Außerdem standen vom Krampus noch ein paar Erdnüsse rum. Ingwer, Knoblauch und Gewürze gehören zu unserer Küchengrundausstattung und sind eigentlich immer in ausreichender Menge vorhanden. Alles zusammengenommen ergab das dann eine pipifeine Gemüsepfanne. Serviert wurde die chose mit Naturreis, den wir in Gemüsebrühe weichgegart hatten.Rezept:
Zutaten:
1 Stange Lauch
2 Karotten
1 gelbe Paprika
1 scharfe, rote Chilischote
2 Eier
1 TL Koriander (ganz, nicht gemahlen)
1 Zehe Knoblauch
3 cm frischer Ingwer
1 EL Fischsauce (aus dem Asialaden)
1 EL Erdnussöl
Zubereitung:
Gemüse putzen und in feine Längsstreifen schneiden. Knoblauch und Ingwer in sehr feine Würfelchen hacken. Erdnussöl im Wok erhitzen und darin Ingwer, Knoblauch und Koriander anbraten. Gemüse dazu und unter Rühren braten. Gemüse herausnehmen, Eier in den Wok schlagen, stocken lassen, mit der Bratschaufel vorsichtig in Stücke reißen und das Gemüse wieder dazugeben. Chili in feine Streifen schneiden und zum Gemüse geben. Mit der Fischsauce würzen (die ist recht salzig, daher braucht's eigentlich auch kein Salz mehr) und in Schälchen auf Reis servieren (VeganerInnen können die Eier durch Tofu und die Fischsauce durch Sojasauce ersetzen).
Guten Appetit!
reibeisen - 11. Dez, 10:55
Irgendwie schafft es beinahe jedes Jahrzehnt, quasi prototypisch durch ein Gericht oder eine Art von Gerichten repräsentiert zu werden. Da war beispielsweise der (damals noch exotische) Toast Hawaii in den 1960ern, der bieder-fade Hackbraten mit Ei und Gurkerl in den 1970ern und der fitnessorientierte Salat mit Putenbruststreifen in den toughen 1980er-Jahren. Die postmodernen 1990er waren schließlich von den - freilich etwas beliebigen - Multikulti-Einflüssen aus der ganzen Welt (wie hieß das damals so schön: Es lebe die Vielfalt, oder?!) geprägt. Versinnbildlicht in einem Küchengerät, das seither in fast keinem Haushalt mehr fehlt: dem Wok. Der steht natürlich auch bei uns herum und sammelt Staub. Damit wir ihn nicht rauswerfen müssen, werfen wir ihn lieber selbst ab und zu mal an und braten darin ein schnelles und dennoch schmackhaftes Wok-Gericht. Wie beispielsweise dieses Huhn mit Honig und Mandeln.
Zitronengras, das Lieblingskraut des bohemien bourgeois und zugleich eines seiner Erkennungsmerkmale, überzeugt eigentlich nicht in allen Rezepten und Kombinationen. In dieses Rindfleisch aus dem Wok passt es aber so gut, dass wir uns am liebsten reinlegen und in der Sache baden würden. Das Rezept stammt von den