Auch die Tiefkühltruhe gibt 'was her: Risotto mit Erbsen, Spinat und Ziegenfrischkäse
Erbsen sind tiefgefroren ja oft frischer als das so genannte "Frischgemüse", das in Schoten eeewig beim Gemüsehändler rumliegt. Deshalb: Kaufen wir gerne Tiefkühlerbsen. Und gefrorener Spinat ist im Hause genussmousse sowieso stets auf Lager (schnelle Spinatknödel, -spatzln, -lasagne oder andere feine Sachen lassen sich damit einkaufsunabhängig zubereiten). Genauso gibt's eigentlich immer selbstgemachte Rindssuppe, auch in Eisform. Braucht's für das heutige Rezept nur noch Ziegenfrischkäse, etwas Parmesan, ein Zwieberl und Risottoreis. Alles das ist problemlos in jedem durchschnittlichen Supermarkt erhältlich. Summa summarum: Ein Wochentagsrezept, das sich auch für Berufstätige und andersartig eingespannte Menschen eignet.Rezept:
Zutaten:
300g Risottoreis (wir mögen Arborio sehr gern)
500g TK-Erbsen
150g TK-Spinat
900 ml Rindersuppe
250 ml Weißwein
1 Zwiebel
150g Ziegenfrischkäse
50g Parmesan oder Grana, frisch gerieben
Butter
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Hälfte der Erbsen in gesalzenem Wasser kochen, abseihen, mit dem Stabmixer pürieren und beiseite stellen. Zwiebel fein hacken und in etwas Butter glasig anschwitzen. Reis zugeben, unter Rühren anbraten. Mit Weißwein ablöschen, zum Köcheln bringen und unter beständigem Umrühren nach und nach heiße Rindersuppe zugeben. Kurz vor Ende der Kochzeit (der Reis sollte schlutzig sein, aber noch Biss haben), Erbsen, Erbsenpüree und Spinat zugeben, weiterrühren und weiter köcheln. Restliche Flüssigkeit dazugießen. Nun auch Parmesan/Grana sowie den grob zerkleinerten Ziegenfrischkäse einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Guten Appetit!
reibeisen - 12. Nov, 21:51
Plötzlich und ganz unerwartet geschieht es: Da wird mensch mitten im Spätsommer von Frühlingsgelüsten überfallen. Und sehnt sich nach der Farbe Grün, nach dem Geschmack frischer Kräuter und junger Pflänzlein und dem ein oder anderen Ei. Während in allen Küchen spätsommerlich/frühherbstlich-intensive Geschmäcker dominieren, produzierte die genussmousse-Küche gestern aus diesem Grund ein zartes Risottogericht...
Auch der Geschmackssinn braucht im Frühling Anlaufzeit, daher mögen wir in dieser Zeit am liebsten leichte, nicht zu dominante Gerichte. Der Spargelrisotto erfüllt diese Bedingung perfekt: Wir benutzen dafür nämlich keine Bouillon, sondern einen Absud, hergestellt aus Spargelabschnitten und -schalen. Die Reiskörner erhalten dadurch eine leichte, nicht zu intensive Spargelnote. Diese spargelige, mollige Textur des Reises erweitern wir zusätzlich um die knackige Frische nur ganz kurz mitblanchierter Spargelstückchen und -spitzen. Ein herrliches Willkommen an den Frühling, finden wir!
Genau jetzt, zu dieser Jahreszeit, werden entlang des Flüsschens Sile, zwischen Treviso und Castelfranco Veneto, die "Blumen des Winters" geerntet. So jedenfalls nennt das herstellende
Der Urlaub im multikulturellen Nordosten Italiens lässt uns nicht los. Im Friaul mischen sich österreichische, slowenische und italienische Einflüsse zu einem überaus gelungenen Gesamten. Auch in der regionaltypischen Küche, die zudem Produkte aus den heimischen Bergen, der Ebene und dem nahen Meer verarbeitet. Wir haben im Friaul so viele wohlschmeckende und interessante Gerichte gekostet, dass wir wohl noch eine ganze Weile mit Nachkochen beschäftigt sein werden. Fixer Bestandteil vieler Rezepte ist der
Ein beliebtes und im Herbst besonders schönes Ausflugsziel ist das Landschaftsschutzgebiet
Jedes Jahr zur Schwammerlzeit findet eine kleine Völkerwanderung statt. Bus um Bus strömen da unzählige Italiener in die Wälder (Nord-)Tirols. Bewaffnet mit Säcken, Körben und Messern marschieren sie bei Sonnenschein wie bei Regen bergauf und bergab. In gebückter Haltung sind sie auf der Suche nach den in Italien so beliebten Finferli (Pfifferlingen) und den Porcini (Steinpilzen), die mit Vorliebe zwischen den Wurzeln der für Nordtirol so typischen Fichten gedeihen. Das geht schon seit Jahren so und ist eigentlich nichts besonderes. Doch nicht nur unsere italienischen Nachbarn suchen Pilze, sondern mit Vorliebe auch die Tiroler. Wie es aber eben so geht, findet man/frau mal mehr, mal weniger Pilze. Und schon kommt Neid auf. Zunächst mit scheelem Blick und bald schon mit nationalistischem Protest wurden die Pilzmengen wahrgenommen, die die Sucher aus dem Süden mit aus den heimischen Wäldern nahmen. Der Volkszorn kochte hoch. Darauf musste (wohl eher: wollte) dann auch die Tiroler Landesregierung reagieren und erließ im September 2005 (mediengerecht zur besten Schwammerlzeit) die
Venedig lässt grüßen. Anlässlich des Feststags des heiligen Markus, alljährlich am 25. April, wurde dem Dogen in der Serenissima angeblich dieser typische Risotto serviert. Die Besonderheit des Gerichts: Richtiges "risi e bisi" verfügt über eine Konsistenz, die irgendwo zwischen Risotto und dickflüssiger Suppe liegt. Die ersten, frischen Erbsen sind nun auch bei uns zu haben. Grund genug, auch hierzulande mal dieses Gericht zu kredenzen.
Die Grundlage für nahezu jeden in Italien kredenzten Risotto ist der typische Rundkornreis, der im Norden des Landes angebaut wird. "La risaia", wie die ausgedehnten Reisfelder in der Poebene genannt werden, brachte Italien freilich nicht nur Arborio-, Vialone- und Carnarolireis, sondern auch viel soziales Explosionspotenzial. Die zermürbenden Arbeitsbedingungen auf den Feldern der "padroni" führten früh zur (Selbst-)Organisation der LandarbeiterInnen. Künstlerisch verarbeitet haben das nicht nur Neo-Realisten wie etwa Giuseppe De Santis in "Riso amaro" (zu dt. "