Veeeery spicy: Zwetschgenchutney
Vor Kurzem ist uns beim italienischen Gemüsehändler ein Kilo Zwetschgen in die Hände gefallen. Ein Glücksfall. Und schlicht und ergreifend ideal, um zur hiesigen Zwetschgenzeit Versäumtes nachzuholen. Gerade im Spätherbst und beginnenden Frühwinter gibt's nämlich kaum Köstlicheres als Begleitung für den einen oder anderen Curry oder auch ein zart rosa gegartes Schweinsfilet mit Kartoffelpüree als Zwetschgenchutney. Dafür sorgen die diversen Gewürze, an denen bei der Zubereitung nicht gespart werden sollte (vor allem nicht, was deren Qualität angeht. Mengenmäßig heißt's nämlich schon ein bisschen aufpassen!).Rezept:
Zutaten:
1 kg Zwetschgen
5 cm frische Ingwerwurzel
3 Schalotten
3 cm Zimtrinde
3 Sternanissterne
3 Kardamomkapseln
1 TL gelbe Senfkörner
2 TL Koriandersamen
1 TL gemahlene Kashmiri-Chilies
100g Zucker
150 ml Weißweinessig
100 ml Wasser
Salz
Zubereitung:
Zucker in einem großen Topf hellgelb karamellisieren. Mit Wasser und Weißweinessig ablöschen, aufkochen. Gewürze, geschälten und in Mini-Würferl geschnittenen Ingwer sowie die fein gehackte Zwiebel zugeben. Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln und ebenso in den Topf geben. Bei offenem Deckel langsam und lange (da braucht's einiges an Geduld) vor sich hin schmoren lassen. Wenn die Zwetschgen weitgehend verkocht sind und das Chutney eine breiig-gelierende Konsistenz erreicht hat, Zimtrinde, Kardamomkapseln sowie Sternanissterne herausfischen, Gläser mit kochendem Wasser sterilisieren und das heiße Chutney einfüllen. Mit auf die gleiche Weise sterilisierten Deckeln gut verschließen. Gläser zunächst auf die Deckel gedreht, dann normal stehend auskühlen lassen. Das Chutney hält sich quasi ewig, wenn es den Essern so lange standhält.
Guten Appetit!
reibeisen - 25. Nov, 19:53

Die Fusion unterschiedlicher Küchen und Kochstile war ja der "dernier cri" der späten 1990er. Damals ging es vorwiegend darum, fernöstliche Einflüsse mit westlichen Küchengewohnheiten zu verschmelzen und dadurch neue Geschmackserlebnisse zu zaubern. Seit diesem Fusionsboom vergisst man oft, dass in den Küchen dieser Welt immer schon gerne Neues ausprobiert und mit dem Altbekannten verbunden wurde. Die österreichische Küche etwa, mit ihren zahllosen Einflüssen aus dem ehemals ziemlich großen Habsburgerreich, ist ein gutes Beispiel dafür: Böhmische Mehlspeisen, ungarisches Gulyas, friulanische Nudelvariationen, etc. haben sich einst ihren Weg bis nach Wien gebahnt und sind dort - oftmals großartige - Symbiosen mit traditionellen Gerichten eingegangen. Von eben dieser österreichischen Fusions-Tradition haben wir uns bei der Kreation unseres Beitrags zum Blogevent 
Lang ist's her, dass es hier von Fleisch zu lesen gab. Unsere heutige Pasta eignet sich nun endlich auch mal für die Fleischtiger unter Ihnen, geschätzte LeserInnenschaft. Zudem ist das Gericht wohl ein typisches Beispiel derjenigen Küche, die Einflüsse und Produkte aus aller Welt verarbeitet. Unter dem Schlagwort "Fusionsküche" war das in den späten 1990ern auch hierzulande ziemlich beliebt. Mittlerweile hat mensch sich daran schon ein bisschen abgegessen, einige wenige Zubereitungen haben aber auch in der genussmousse-Küche bis heute überlebt. Es handelt sich dabei beispielsweise um die heute präsentierten Tagliatelle, die wir - unter dem Einfluss der Fusionsküche stehend - einst selbst zusammengestellt haben. Sie schmecken uns bis heute.