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Szegediner Gulasch

szegedinergulaschGulaschvarianten gibt es hierzulande unzählige. Jeder Haushalt schwört - vor allem beim Rindsgulasch - auf "sein" (Traditions-)Rezept. So natürlich auch wir. Da dieser Gulaschtypus aber immer besser wird, je mehr davon zubereitet wird, kochen wir Wiener Saftgulasch nur einmal pro Jahr. Und zwar immer am 1. Jänner, wenn wir zum Brunch unsere Freunde und gemeinsam mit ihnen bei Gulasch und Bier sowie Philharmonikerklängen das neue Jahr begrüßen. Ereilt uns also während des Jahres die Gulaschlust, müssen andere Variationen dieses traditionellen österreichisch-ungarischen Eintopfgerichts herhalten. So wie heute etwa das Szegediner Gulasch. Zubereitet mit Schweinefleisch, Sauerkraut und Sauerrahm, passend zur Jahreszeit!

Rezept:
Zutaten:
400g Schweineschopf, blättrig geschnitten
750g Sauerkraut
100g Sauerrahm
2 mittelgroße gelbe Zwiebeln
Butterschmalz
1 Prise Zucker
1 EL Mehl
1 EL Paprikapulver edelsüß
1 TL Paprikapulver scharf
1 EL Kümmel gemahlen
1 Zehe Knoblauch
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebeln fein hacken und in etwas Butterschmalz glasig andünsten. Zucker zugeben und bei offenem Topfdeckel Farbe nehmen lassen. Fleischwürferl dazu und scharf anbraten. Superklein geschnittenen Knoblauch, die Paprikapulver und den Kümmel zugeben, durchrühren und mit etwas warmem Wasser angießen (Achtung, ganz wenig - das Fleisch darf nicht bedeckt sein). Bei halboffenem Deckel rund 20 Minuten dünsten. Nun auch das Sauerkraut und das Lorbeerblatt zugeben sowie etwas mehr Wasser. Wieder bei leicht geöffnetem Deckel rund 75 Minuten (bzw. bis das Fleisch weich und mürbe ist) leise schmoren. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken, den Sauerrahm mit dem Mehl verrühren und unterheben. Warm werden lassen, aber nicht mehr aufkochen. Dazu passen am besten Salzkartoffeln.

Guten Appetit!
Nathalie (Gast) - 28. Okt, 21:43

Auch wir haben solche festen Essenstraditionen mit Freunden zu bestimmten Daten wie Ihr am 1. Januar.

Aber ein Szegediner Gulasch habe ich - wenn ich mich nicht täusche - tatsächlich noch nie gekocht. Das werde ich doch mal ausprobieren.

reibeisen - 4. Nov, 14:05

solche rituale sind einfach schön. und irgendwann sind sie gar nicht mehr wegdenkbar...
ist übrigens überhaupt nicht schwierig, das szegediner-kochen. und es lohnt!
lamiacucina - 29. Okt, 07:09

die gekochte Menge wird aber schwerlich bis zum 1. Jänner hinreichen.

reibeisen - 4. Nov, 14:06

nope, deshalb gibt's da dann auch ein wiener saftgulasch. fabriziert noch im alten jahr, aufgewärmt dann am 1. jänner. weil gulasch schmeckt einfach aufgewärmt am besten. ;-)
Eline (Gast) - 29. Okt, 10:05

Ich esse Szegediner sehr gerne. Bei uns gibts noch einige Wirtshäuser, die es gut zubereiten, daher koche ich es nie selbst. Schön, dass ihr Schopf verwendet und nicht wie manche Gulaschverbesserer Karree oder gar Filet ;-)

reibeisen - 4. Nov, 14:10

Ihr habt's gut. in tirol ist's nicht so grandios mit der gulasch-tradition in den wirtshäusern, deshalb müssen wir selbst ran.
also ins gulasch gehört auch unserer meinung nach einfach schopf oder wadschinken (fürs rindergulasch) - schließlich muss das ja auch lange geschmort werden. karee oder filet wird dabei eh nur steinhart. aber es gibt immer mehr leute, die nur noch supermagere, bloß nicht durchzogene filetstücke vom fleisch kaufen. der rest vom tier soll dann wohl in die futterverwertung, oder so. was für ein sakrileg!
Ellja (Gast) - 29. Okt, 11:07

Oh, ein Szegediner liebe ich sehr! Mache ich allerdings viel zu selten selbst. Eline hats schon gesagt: bei uns gibts im Umkreis ganz gute Wirtshäuser, wo man das durchaus essen kann.

reibeisen - 4. Nov, 14:10

wir können nur wiederholen: Ihr Glücklichen. neid!!!

Erst mal nachgeschaut, was Schweineschopf ist ;-) Der Sauerrahm wird bei uns allerdings ganz kurz rührend aufgekocht, macht sich geschmacklich einen Tick besser ;p

reibeisen - 4. Nov, 14:10

gerinnt der sauerrahm dann nicht?

Wenn ganz schnell gerührt wird verbindet er sich vorzüglich mit dem beigefügten Olivenöl
kochend-heiss (Gast) - 14. Nov, 10:19

Szegediner Gulasch...

ist in meiner Familie ein Klassiker und ich liebe dieses Gericht. Gerne auch mit Klößen, wenn es nach mir geht.

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