Es geht um die Wurst!

Wurstkultur hinter der BudlDer Würstlstand ist eine Institution in Österreich. Mit der zunehmenden Entfernung zur Bundeshauptstadt Wien nimmt freilich auch die Qualität derartiger Freiluft-Etablissements direkt proportional ab. Und die Hungrigen müssen darben, wenn ihnen der Sinn nach einem gepflegten "Burenhäutel" oder ähnlichem steht. Alexander Paget, eigentlich Lichtdesigner mit eigener Firma, wollte diesen Zustand nicht mehr einfach so hinnehmen und hat kurzerhand zur Selbsthilfe gegriffen: Im kleinen, aber umso feineren Hall in Tirol hat er einen Würstelstand der besonderen Art eröffnet. Seither wird hierzulande der Wurstkultur einfach indoor, nämlich im durchgestylten Ambiente eines winzigen Geschäftslokals gehuldigt. Piekfeines Senfsortiment sowie ziemlich relaxter Dress-Code fürs Personal (siehe links oben) inklusive!

Wurstkultur: Beim Essen/Version #1Die Qualität der angebotenen Wurstspezereien ist erstklassig. Paget lässt - je nach Wurstsorte - bei unterschiedlichen Metzgern fertigen. Zu haben sind Klassiker wie das Frankfurter-Würstl (Wiener-Würstl, für Nicht-InnerösterreicherInnen), Debreciner, Burenwurst, Münchner Weißwurst oder Käsekrainer (eine dicke Wurst mit Käseeinschlüssen). Auch die für Tirol typischen St. Johanner gibt es. Daneben eine eigens für die "Wurstkultur" gefertigte Weißwurst mit Zitronengras und Kokos mit dem klingenden Namen "Lady Thai", eine vegetarische Variante aus Soja und einige, unterschiedlich scharfe Chili-haltige Wurstsorten (besonders zu empfehlen ist davon die "Batschka", eine geräucherte Wurst mit viel Paprikasauce, die beim Anschneiden appetitlich herausquillt).

Wurstkultur: Beim Essen/Version #2Sehen lassen können sich auch die traditionellen Wurstbeilagen: Würziges Schwarzbrot in dicken Scheiben, Laugenbrezeln und Semmerl stehen zur Wahl. Und SenfliebhaberInnen sind hier sowieso im siebten Himmel: Hergestellt von einer kleinen Manufaktur in Thüringen gibt es zahllose Sorten, die man/frau auch im Glas mit nach Hause nehmen kann. Und zwar Honig-, Pfeffer-, Kümmel-, Zwiebel-, Bier-, Orangen-, Kräuter-, Curry- oder auch Scharfmacher Senf. Salz- und Gewürzgurken sowie Pfefferoni des Burgenländer Gemüsebauern Erich Stekovics runden das Angebot ab. Da die genussmousse-crew dies alles natürlich nicht mutterseelenallein verkosten konnte, hat sie sich Hilfe geholt: Einer unserer heimischen Lieblings-Autoren beispielsweise, wurde mit dem Probieren der Pfefferoni betraut (siehe links oben). Das unwidersprochene Fazit eines der teilnehmenden Verkoster: "Es ist nicht wurst, welche Wurst man auf dem Teller hat." Lediglich das traditonelle "Verreißerle" hat uns nach dem Wurstfestmahl gefehlt. Wir raten daher zur Steigerung des Wohlgefühls nach dem Essen dringend zum Aufbau eines gediegenen Schnaps-Sortiments!

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