Donnerstag, 26. Dezember 2013

wir probieren neues #instagram

dam- & herrschaften, leserInnenschaft: wir haben erst mal genug. die luft ist raus. das bloggen - so lange hat es uns freude bereitet, so lange hat es uns vergnügt - ist irgendwie an einem toten punkt angekommen. aufmerksame beobachterInnen werden das ohnehin schon am rapide abnehmenden engagement, was unsere posting-häufigkeit angeht, beobachtet haben. ganz ohne foodporn geht's jedoch nicht, drum finden Sie uns jetzt auf instagram:


Instagram

Mittwoch, 13. November 2013

Flotter Apfelkuchen #kochen&backenmitkindern

LeserInnenschaft, kennen Sie das? Sie werken in der Küche und da funkt ständig jemand zwischendrein. Will (mit-)rühren, (mit-)schnippeln, kneten und sonst was. Da braucht's Rezepte, die für's Mitmachen geeignet sind. Das sind solche, bei denen der Koch/die Köchin nicht seine/ihre ganze Aufmerksamkeit für das Gelingen benötigt. Solche, bei denen ein kleiner Fehler, eine kleine Ungenauigkeit sich nicht ganz so bemerkbar auswirken. Solche, die im Endergebnis dann trotzdem gut schmecken. Dieses Apfelkuchenrezept erfüllt das alles: Es ist unkompliziert, benötigt keinen Schnickschnack (nicht einmal ein elektrisches Küchengerät muss hervorgekramt werden) und geht ganz flott (Kinder wollen schließlich schnell Ergebnisse sehen).

apfelkuchen

Rezept:
Zutaten:
220g Weizenmehl
90g Zucker (plus zwei bis drei EL zum Obendrüberstreuen)
20g selbstgemachter Vanillezucker
110g kalte Butter
1 Ei
8 EL Milch
2 TL Zimt
1 Prise Salz
1/2 Packerl Backpulver
250g Äpfel (wir haben eine Mischung aus Elstar, Boskop und Topaz benutzt)
100g Rosinen
eine gute handvoll Mandelsplitter

Zubereitung:
Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Äpfel waschen, schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Eine Springform mit Durchmesser 18cm einfetten und bemehlen. Mehl, Salz, Zimt, Backpulver & Zucker gut vermischen. Mit den Fingern die kalte Butter so einarbeiten, dass kleine Streusel entstehen (eine beliebte Kinderarbeit!). Das Ei verquirlen und mit der Milch dazugeben, unterrühren sodass ein weicher Teig entsteht. Apfelwürfel und Rosinen unterheben, in die Springform füllen und glattstreichen. Mit den Mandelsplittern und etwas Zucker bestreuen und im Ofen rund 50 Minuten backen. Auskühlen lassen und servieren.

Guten Appetit!

Sonntag, 3. November 2013

Blumenkohlsalat nach Ottolenghi/Tamimi - eine Bekehrung

genussmousse muss heute widerrufen. Und zwar die Skepsis, gegenüber dem Ottolenghi/Tamimi-Hype, der seit einiger Zeit grassiert. Das Buch ziert zwar auch unser Regal, kam aber bislang mehr als Anschauungsmaterial denn als konkrete Handlungsanleitung zum Einsatz. Welch Versäumnis! Ab jetzt wird Ottolenghi/Tamimi hier rauf und runter gekocht. Ein großes Danke an die liebe D. für den Hinweis auf dieses köstliche Rezept (das wir in Ermangelung der einen oder anderen Zutat ein bisschen variiert haben). Es hat uns ganz nebenbei in unserer Achtlosigkeit bekehrt, mit der wir bisher dem nur vermeintlich profanen Blumenkohl begegnet sind.

ottolenghiblumenkohl

Rezept:
Zutaten:
1 kleiner Blumenkohl
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Kerne aus ca. einem Viertel Granatapfel
1 handvoll Haselnüsse
Petersilie
(Stangensellerie, wie im Originalrezept angegeben hatten wir grad nicht da - passt aber sicher ganz hervorragend)
1/4 TL Piment gemahlen
noch etwas weniger Zimt
1/4 TL Zucker (der im Original angegebene Ahornsirup war aus)
etwas Weißweinessig (statt Sherryessig wie bei Ottolenghi/Tamimi)

Zubereitung:
Blumenkohl waschen, in kleine Röschen zerteilen, salzen, pfeffern, in Olivenöl wälzen und in einer ofenfesten Form im vorgeheizten Backofen (220°C) rund 25 Minuten rösten. Herausnehmen, auskühlen lassen. Unterdessen Haselnüsse grob hacken und ohne Fett anrösten. Beides mit den ausgelösten Granatapfelkernen, den abgerupften Petersilieblättchen, den Gewürzen & dem Zucker, Esssig & Olivenöl vermengen und kurz ziehen lassen.

Empfehlung (inzwischen uneingeschränkt und begeistert)
Jerusalem. Das Kochbuch. Yotam Ottolenghi, Sami Tamimi. Dorling Kindersley. London, New York, Melbourne, München und Delhi, 2012

Donnerstag, 1. August 2013

Orientalische Karotten mit Minze, Pistazien & Schafskäse

Orientalisch ist grade sehr, sehr "in". In der Dining Section der NYT wird der Auslöser dieses Trends, die Kochbibel "Jerusalem" von Yotam Ottolenghi & Sami Tamimi, rauf und runter gelobt und gekocht. Auch in Österreichs "Wir sind die lifestyle-Auskenner"-Zeitung Der Standard. Da wollen wir natürlich nicht zurückstehen und verarbeiten junges, knackiges Wurzelgemüse aus den Tiroler Äckern zu marinierten Karotten mit orientalischer Note.

karottensalat

Rezept:
Zutaten:
1 kg Karotten
1 gute handvoll ungesalzene Pistazien
1 handvoll frischer Minzeblätter
100 g Feta
2 EL Karottenkochwasser
2 EL Olivenöl
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Chilipulver
1 TL Honig
1 ordentlicher Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Karotten waschen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Kurz in Salzwasser blanchieren. Etwas Kochwasser, Honig, Öl, Zitronensaft und Gewürze verquirlen und mit den grob gehackten Pistazien sowie Minzeblättern unter die Karotten mengen. Rund eine Stunde ziehen lassen. Zum Servieren Feta in kleine Stücke zerbröseln und auf den Karotten anrichten.

Guten Appetit!

Montag, 15. Juli 2013

Crostini mit köstlich-grünem Erbsengatsch

Eine flotte Vorspeise, ein etwas anderes Mittagessen oder eine feine Ergänzung für's Picknick oder die Grillage: Der Erbsengatsch lässt sich problemlos vorbereiten, bleibt im Kühlschrank den ganzen Tag über frisch und das Crostini-Weißbrot schmeckt mit zartem Rauch-Odeur vom Holzkohlengrill sowieso unvergleichlich gut. Kurz zusammengefasst: Ein sommertaugliches Rezept.

erbsenpesto_crostini

Rezept:
Zutaten:
Rund 300g Erbsen (selbst ausgelöst oder aus dem Tiefkühlangebot)
40g Parmesan oder Grana
1 gute handvoll Cashewnüsse
Salz, Pfeffer

Petersilie, Pfirsichscheiben und Parmesanspäne für obendrauf
Weißbrot

Zubereitung:
Cashews und Parmesan in der Küchenmaschine schreddern. Erbsen kurz blanchieren, abgießen (ein bisschen Kochwasser aufheben) und mitschreddern. Achtung: Nicht ganz breiig machen, hier schmecken kleine Stückerl fein. Wenn nötig, etwas Erbsenkochwasser zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz ziehen lassen. Unterdessen Weißbrot in Scheiben schneiden und auf dem Grill anrösten. Erbsenpesto draufschmieren, mit Pfirsichscheiben, Parmesanspänen und Petersilienblättchen belegen. Wer mag, würzt nochmal mit Pfeffer obendrüber.

Guten Appetit!

Samstag, 6. Juli 2013

Sehr frühsommerlich: Couscous verde

Couscous ist im Haushalt genussmousse ein Sommeressen. Vor allem in seiner Instantvariante ist das Zeug hitzefreundlich, sättigend, vielseitig kombinierbar, unkompliziert und köstlich. Perfekt für den Sommer, der jetzt endlich Einzug hält. Heute mit viel Grün.

couscousgruen

Rezept:
Zutaten:
1l Hühnersuppe, hausgemacht
300g Couscous
1 walnussgroßes Stück Butter
200g Zuckerschoten
3 kleine Zucchini
200g gekochte Kichererbsen
1 handvoll geschnittene Minze und geschnittenen Schnittknoblauch
Salz, Pfeffer
Olivenöl und ein paar Spritzer Essig

Zubereitung:
Hühnersuppe zum Kochen bringen, Butter darin schmelzen, Couscous zugeben und unter Rühren kurz aufkochen. Zudecken und ziehen lassen. Unterdessen Zucchini in Scheiben schneiden und in wenig Fett rundum anbraten, geputzte Zuckerschoten zugeben und kurz mitbraten, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lauwarmen Couscous mit Gemüse und Kichererbsen anrichten, mit den gehackten Kräutern bestreuen, etwas Olivenöl und Essig darüberträufeln.

Guten Appetit!

Montag, 1. Juli 2013

Sommerliche Erfrischung: Kirsch-Topfen-Torte

Kuchen im Sommer? Selbst, wenn mensch sommers den Backofen nicht ganz so gerne anwirft, gibt es gute Gründe, das dennoch zu tun: Etwa dann, wenn das Ergebnis eine erfrischende Fruchttorte ist. Direkt aus dem Kühlschrank. Weil: Die heute vorgestellte Kirsch-Topfen-Torte schmeckt gekühlt noch viel, viel besser!

kirschkuchen4

Rezept:
Zutaten:
Für den Teig:
200g Weizenmehl
125g eiskalte Butter
80 g Zucker
1 Prise Salz
2 EL Kirschlikör

Für die Topfencreme:
300g Topfen
250 ml Sahne
100 Staubzucker

Für den Belag:
800g Herzkirschen
1/4 l Wasser
7 EL Zucker
1 Packerl klares Tortengelee

Zubereitung:
Mehl mit Salz sieben, mit dem Zucker und der Butter zwischen den Fingern zu Bröseln zerreiben, Kirschlikör zugeben und schnell (der Teig darf nicht lang geknetet werden!) zu einer Mürbteigkugel formen. In Frischhaltefolie eingeschlagen mindestens eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Unterdessen Kirschen entkernen und mit Zucker und Wasser aufkochen lassen. Saft abgießen und in einem Extrabehältnis auffangen. Kirschen zum Auskühlen beiseite stellen. Teig mindestens 15 Minuten vor dem Weiterverarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen, dann rund auswalken und eine Springform damit auslegen (einen kleinen, etwa zwei Zentimeter hohen Rand formen). Im vorgeheizten Backofen bei 200°C eine knappe halbe Stunde blind backen, herausnehmen, auskühlen lassen. Unterdessen Topfen mit Staubzucker verrühren, Sahne schlagen und unterheben und in den ausgekühlten Mürbteigboden füllen. Mit den gut abgetropften Kirschen belegen. Kirschsaft mit Tortengelee verrühren, kurz aufkochen, kurz überkühlen und die Kirschtorte esslöffelweise damit beträufeln. Vor dem Servieren kalt stellen.

Guten Appetit!

Samstag, 8. Juni 2013

Off topic: Als der Lauch riss - ein Nachmittag mit dem Vienna Vegetable Orchestra

Gemüse kann vielseitig eingesetzt werden. Wie vielseitig, beweist seit 15 Jahren das Vegetable Orchestra. Die genussmousse-crew hat heute Nachmittag ein Konzert des Wiener Gemüseorchesters im Botanischen Garten (der runden Geburtstag feierte) besucht und war begeistert. Mit House-Klängen, über das Stück "Massacre du Printemps" (eine gemüsig-virtuose Interpretation des Ballettklassikers "Le sacre du printemps" von Igor Strawinskij) bis hin zu "Krautrock" bewies das Orchester, dass sich Gemüse auch akustisch nicht verstecken muss.

gemueseorchester1

Gespielt wurde ausschließlich auf Instrumenten, die mit Hilfe von Messern und Bohrmaschinen mit unterschiedlichen Bohraufsätzen aus Gemüsen hergestellt wurden. Ob Karottenflöten, Kürbistrommeln, Melanzani-Kastagnetten, Lauchviolinen oder Sellerie-&-Zucchini-Schlagwerke - die Musiker brauchen für die Herstellung der Instrumente eines rund einstündigen Konzerts knapp 150 kg Gemüse und rund zwei Arbeitsstunden. Und noch um einiges länger für den Soundcheck, wie eine Musikerin im Gespräch mit genussmousse verriet.

gemueseorchester2 Besonders actionreich wurde es heute beim nicht ganz ironiefreien Stück "Krautrock", für das die durchwegs schwarz gekleideten Musiker vier Krautköpfe mit Mikros versahen und so malträtierten, dass sich die Darbietung akustisch wirklich ziemlich nahe dem namensgebenden Original präsentierte. Kunstvolles Demolieren der Musikinstrumente à la Heavy Metal-Böse Buben inklusive.

Beeindruckend aber auch, wenn ein auf Platte gepresster Mitschnitt eines Karottenmusikstücks mit Hilfe eines Tonabnehmers/einer Tonnadel aus einer grünen Bohnenschote wiedergegeben und dazu mit Kürbispercussioninsturmenten und frisch geschnitzten Karottenflöten musiziert wird.

Dass bei Gemüsekonzerten nicht immer alles kalkulierbar ist und von den MusikerInnen viel Improvisationsgeist verlangt wird, zeigte sich auch heute: Ein frisch, während des performten Musikstücks geschnittener Lauch, der den Schluss-Plopp eines der Stücke intonieren sollte, riss im entscheidenden Moment. Fröhliches Gelächter in Publikum wie Orchester beendeten das nun ohne Ende dastehende Musikstück schließlich auf andere Weise.

Zeigt das Vienna Vegetable Orchestra gelassene Entspanntheit, was die Kalkulierbarkeit der Musikinstrumente angeht, nehmen die MusikerInnen ihre Musik indes sehr ernst. Das ist hörbar. Trotz ungewohnter Instrumentierung wird hier musikalisch höchste Qualität erzeugt. Doch davon, geschätzte LeserInnenschaft, überzeugen Sie sich am besten hier selbst. Eine amerikanische Fernseh-Dokumentation über das Vienna Vegetable Orchestra gibt übrigens auch einen sehr guten Eindruck davon, was KonzertbesucherInnen erwartet.

gemueseorchester3

Und noch ein Tipp am Schluss: Im Oktober ist das Wiener Gemüsorchester wieder in Innsbruck zu hören. Und zwar im Treibhaus. Ein exakteres Datum wird noch bekannt gegeben.

aktuelle kommentare

Statt Brandteig benutze...
Statt Brandteig benutze auch ich einen Topfenteig,...
Michael (Gast) - 23. Feb, 09:31
Lecker
mmmmhhh, wird probiert und muss sich mit Omas genialem...
Toni (Gast) - 12. Feb, 16:17
Am Anfang, als ich zu...
Am Anfang, als ich zu bloggen begonnen habe, habe ich...
Turbohausfrau (Gast) - 27. Dez, 09:44
Postinghäufigkeit
Meine Blogunlust war auch durch dir Plattform bedingt....
Ulrike (Gast) - 26. Dez, 22:23
Ooooooohja, das kenn...
Ooooooohja, das kenn ich ;-) Rezepte wie dieses sind...
Das Mädel vom Land (Gast) - 21. Nov, 21:12
danke ;-)
danke ;-)
reibeisen - 13. Nov, 22:43
Willkommen im Otto- Fanclub...
Willkommen im Otto- Fanclub ;-)
Noemi (Gast) - 4. Nov, 18:24

User Status

Du bist nicht angemeldet.

kontakt

genussmousse(at)gmx.at

Suche

 

Status

Online seit 2764 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 23. Feb, 09:31

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB

besucherInnen seit juni '07:


antipasti, mezze, vorspeisen
aus dem wasser
backwerke
balkan
basics
curries
desserts
französisch
fusion
indisch (auch viel veggie)
italienisch
kleine happen
Konservieren
kuechenliteratur
leibspeisen
mehlspeisen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren