Mittwoch, 2. Mai 2012

Spinatsuppe mit Kartoffelcroutons

Aktuell, LeserInnenschaft, könnten wir die "Grünen Wochen" auf genussmousse ausrufen. Da wir aber schon im vergangenen Herbst zu "Orangen Wochen" geladen hatten, sparen wir uns das und kochen einfach, was uns gefällt. Das ist im Frühling freilich meistens frisch & grün. :-)

spinatsuppe

Rezept:
Zutaten:
Suppe:
500g frischer Spinat
3 mittelgroße Kartoffeln
1,2l hausgemachte Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 EL Sauerrahm
Olivenöl
Salz, Pfeffer, etwas Muskatnuss

Croutons:
Butterschmalz
2 mittelgroße Kartoffeln
Salz

Zubereitung:
Kartoffeln (am besten gleich alle, auch die für die Croutons) in kleine Würferl schneiden. Zwiebel schälen, hacken und in etwas Olivenöl anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, auch den kleingeschnittenen Knoblauch zugeben und kurz mitbraten. Kartoffeln (Achtung, nur die Menge für die Suppe!) zugeben, etwas braten und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Köcheln lassen. Währenddessen den Spinat waschen. Der wird zur Suppe gegeben, sobald die Kartoffeln weich sind. Zusammenfallen lassen, Sauerrahm einrühren und mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Jetzt sind die Croutons dran: Würfelig geschnittene Kartoffeln werden im heißen Butterschmalz (am besten in einer beschichteten Pfanne, dann braucht's nicht so viel Fett) gebraten bis sie gar sind und eine schöne, goldbraune Kruste bekommen haben. Zur Suppe reichen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 11. April 2012

Karottentorte

Eine saftige Karottentorte passt einfach herrlich in diese Jahreszeit. Nicht zu süß, nicht zu deftig, aber darf sich trotzdem Torte nennen. We like...

karottenkuchen

Rezept:
Zutaten:
300g Karotten
Saft und Schale einer Zitrone
200g Zucker
6 Eier
150g Mandeln
150g Haselnüsse
40g Mehl
30g Maisstärke
1 Prise Salz

Glasur: Puderzucker und Zitronensaft, Marillenmarmelade, evtl. als Dekor Haselnusskrokant oder Mandelblättchen

Zubereitung:
Nüsse fein und frisch (das lohnt sich!) reiben. Karotten schälen, (auch) fein raspeln, mit dem Saft der Zitrone beträufeln und beiseite stellen. Backofen auf 200° C vorheizen. Eier trennen und die Dotter mit der Hälfte des Zuckers sowie der Zitronenschale sehr schaumig rühren. Eiklar mit dem restlichen Zucker sowie der Prise Salz schlagen, bis der Schnee lange Spitzen zieht. Nun nach und nach abwechselnd Nüsse, Karotten, Mehl, Stärke und Eischnee unterheben. Masse in eine gebutterte & bemehlte Kuchenform (Durchmesser 28 cm) füllen und im heißen Ofen (Hitze kann jetzt auf 190° bis 180°C gesenkt werden) 50 Minuten backen. Leicht auskühlen lassen und aus der Form nehmen. Puderzucker mit etwas Zitronensaft zu einer ziemlich dickflüssigen Masse rühren. Marillenmarmelade erhitzen, durch ein Sieb streichen und die Torte rundum dünn damit bestreichen. Mit dem Zucker-Zitronengemisch überziehen. Wer mag, verziert den Rand mit Nusskrokant oder mit angerösteten Mandelblättchen und den Kuchen selbst mit dünnen, kurz in Zuckersirup eingelegten Karottenstreifen.

Sonntag, 1. April 2012

Bärlauch-Spinat-Knödel

Der Frühling muss auf den Teller: Junger Spinat vom Tiroler Gemüsebauern, zarter Bärlauch und unsere Liebe zum Knödel haben dieses Rezept ergeben. Und das, obwohl derzeit alles eigentlich ganz schnell gehen muss. Schließlich ist im Garten uuunglaublich viel zu tun. Sei's drum, hin und wieder wollen wir das neu erwachende Leben auch essend genießen. Et voilà:

spinatbaerlauchknoedel

Rezept:
Zutaten:
300g Knödelbrot (gewürfelte alte Semmeln)
400g frischer Spinat
10 Bärlauchblätter
5 geh. EL Mehl
2 Eier
100 ml Milch
Muskatnuss
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Spinat waschen, blanchieren und mit dem Stabmixer fein pürieren. Bärlauch klein hacken. Knödelbrot mit Mehl, Spinatpüree & Bärlauch gut verrühren. Eier mit der Milch verquirlen, mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss würzen und zur Brot-Spinat-Bärlauchmischung geben. Gut durchrühren & rund 20 Minuten rasten lassen. Mit nassen Händen Knödel formen und in siedendem Salzwasser 25 Minuten lang garziehen lassen. Mit geschmolzener Butter, frisch geriebenem Parmesan/Grana & einem knackigen Blattsalat servieren.

Guten Appetit!

Freitag, 24. Februar 2012

Gebratenes Saiblingsfilet mit zitronigem Minzöl & Erbsenpüree

Tralala, tralala, tralala - der Frühling, der war heute da. Um die 15° plus, hatte es heute. Herrlich! Bitte mehr davon! Noch ein bisschen wärmer geht auch. Und abends dann ein leichtes Fischchen...

saibling

Rezept:
Zutaten:
Für die Saiblingfilets:
2 Saiblingsfilets
Semmelbrösel
Butter
Fürs Erbsenpüree:
500g Tiefkühlerbsen
20g Butter
80 ml Sahne
Fürs Minzöl:
1 handvoll frischer Minzblätter
1 TL kleingeschnittene Zitronenschale von einer unbehandelten Zitrone
Olivenöl

Zubereitung:
Minze fein hacken & mit Zitronenschale und etwas Olivenöl vermischen, min. eine halbe Stunde ziehen lassen. Erbsen in gesalzenem Wasser garköcheln & das Kochwasser abgießen. Sahne & Butter zugeben und mit dem Stabmixer pürieren. Fischfilets waschen, trockentupfen und mit der Hautseite in Semmelbrösel drücken. Butter in der Pfanne zum Schäumen bringen, Fischfilets zuerst mit der Hautseite anbraten, dann ganz kurz wenden, aus der Pfanne nehmen und auf vorgewärmten Tellern mit dem Erbsenpüree und dem Öl anrichten.

Guten Appetit!

Montag, 20. Februar 2012

Granita all'arancia - Blutorangensorbet

Draußen lässt die Kälte nach. Die Vogerl zwitschern. Und der Buntspecht in unserem Garten hämmert bereits auf dem sterbenden Apfelbaum herum. Kurz und gut: Der Frühling ist nicht weit. Da verträgt's dann schon mal was Erfrischendes auf den Tellern. Übrigens wirklich auch ein ganz, ganz köstlicher Zwischengang. Tauglich auch für Menschen, die - wie wir (wo sollten wir das Ding denn bloß hinstellen?) - keine Eismaschine ihr eigen nennen. Ehedem stellte man im südlichen Italien Sorbet's schließlich auch aus nicht mehr als zerstoßenem Eis her, über die ein picksüßer Fruchtsirup gegossen wurde - granìta eben.

granitaallarancia

Rezept:
Zutaten:
600 ml frisch gepresster Blutorangensaft
Saft von 2 Zitronen
30 ml Campari
170 g Zucker
100 ml Wasser
1 Eiweiß

Zubereitung:
Zucker, Campari, Wasser und 200 ml vom Blutorangensaft aufkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Auskühlen lassen, restlichen Blutorangen- sowie den Zitronensaft dazugeben, in eine flache Schale füllen und für zwei, drei Stunden in den Tiefkühlschrank stellen. Eiweiß steif schlagen und unter das vorgefrorene Sorbet heben. Wieder in den Tiefkühler und ca. alle halben Stunden durchrühren, damit sich keine zu großen Eiskristalle bilden. Wenn's durchgefroren ist, kann das Sorbet/die granìta genossen werden.

Guten Appetit!

Samstag, 4. Februar 2012

Fein warm im Winter - Maronischaumsuppe mit Zimtcroutons

Draußen hat's an die minus 20°C, was dazu führt, dass wir unser Frischluftprogramm im Dauerlauf durchziehen, damit dem Nachwuchs nicht die Extremitäten abfrieren (man/frau hat ja schließlich Garantenstellung!). Und auch daheim muss es dann flott gehen: Warmes im Magen hilft beim generellen Aufwärmen nämlich ungemein. Also muss ein Supperl her. Am besten ein cremiges, sämiges, das auch die Seele noch wärmt. Unsere jüngste Entdeckung: Ein Maronisupperl. Köstlich!

maronisuppe

Rezept:
Zutaten:
1 Schalotte
etwas Butter
2 mittelgroße Kartoffeln
200g gekochte Kastanien
700 ml hausgemachte Rindssuppe
100 ml Sahne
1 Schuss Cognac

3 Scheiben Schwarzbrot
Zimt, Salz, etwas Butter

Zubereitung:
Schalotte schälen, sehr fein hacken und in wenig Butter glasig anschwitzen. Auch die Kartoffeln schälen, in Würfel schnippeln und zur Schalotte in den Topf geben. Kurz anbraten, mit Cognac und Rindssuppe ablöschen und die Kartoffeln weichköcheln. Während die Kartoffeln garen, das Brot in Würfel schneiden und in eine Pfanne mit bereits erhitzter Butter geben. Mit Zimt und Salz bestreuen und rundum knusprig anbraten. Anschließend gekochte Kastanien zur Suppe geben und mit dem Stabmixer pürieren. Während des Püriervorgangs auch die Sahne zugießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Suppe mit dem Mixer aufschäumen. Die Suppe mit Petersilie, den Croutons und einem Klacks geschlagener Sahne anrichten.

Guten Appetit!

Donnerstag, 5. Januar 2012

happy happy - genussmousse ist fünf!

LeserInnenschaft! wir freuen uns. genussmousse gibt es jetzt seit fünf jahren. in denen ist viel geschehen: am 5. jänner 2007 haben wir zum ersten mal die tastatur rauchen lassen (unsere kochtöpfe freilich haben das lang vorher schon ab und zu getan). wir haben gekocht, sind gereist, eine sommerbuch-rallye veranstaltet, wieder gekocht, auch mal pausen eingelegt, auch längere, waren auf dem berg, auch ein zweites, drittes und überhaupt ganz viele male, haben ein kind geboren, weitergekocht, mit freunden gegessen, mit freunden genossen, gekocht, gelebt. und bei alldem war genussmousse dabei. ein treuer, manchmal fordernder, aber immer bereichernder begleiter. mit ganz, ganz vielen, die wir gar nicht alle hier aufzählen können (dafür, LeserInnenschaft, klicken Sie sich einfach durch unsere wirklich empfehlenswerten "related issues" in der rechten seitennavigation) und denen wir doch danke sagen möchten. für die freundliche, anregende und freudvolle bereicherung, die sie mit ihren blogs, kommentaren & mails in den vergangenen fünf jahren in unserem leben dargestellt haben. in diesem sinne: auf weitere fünf!

geburtstagskuchen

ps: den geburtstagskuchen, eine unserer lieblingsbackwaren, hat herr g. beigesteuert. das rezept dazu finden Sie hier.

Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachten, österreichisch: Schokoladentorte à la Sacher

Vergangenes Jahr, zu Weihnachten, gab's Wiener Schnitzel. Sie erinnern sich? Und auch heuer wird das Jubelfest im Hause genussmousse wieder à l'Autrichienne zelebriert. Zumindest in der Küche. Sie wollen das nachmachen? Dann sei der Warnhinweis hier gleich mitgeliefert: Derartiges Futter macht sowas von platt. Sie sollten es also bestenfalls nach einigen Stunden Bewegung an der frischen, kalten Winterluft konsumieren. Für alle anderen Fälle übernehmen wir keine Garantie und schließen jegliche Haftung aus!
PS: Das heute vorgestellte Rezept verdanken wir übrigens unserem geliebten Sacher-Kochbuch.

sacher

Rezept:
Zutaten:
Teig:
130g Butter
6 Eier
110g Staubzucker
Mark einer halben Vanille
130g dunkle Kochschokolade
110g Kristallzucker
130g Mehl
1 Prise Salz

Marillenmarmelade, fein passiert

Glasur:
200g Zucker
125 ml Wasser
150g dunkle Kochschokolade

Zubereitung:
Ofen auf 175°C vorheizen. Zimmerwarme Butter mit Staubzucker schaumig rühren. Nach und nach die 6 Eidotter einrührenDie Schokolade über einem Wasserbad (Achtung, nicht zu heiß!) schmelzen und zur Butter-Ei-Creme geben, gut verrühren. Eiklar mit dem Kristallzucker zu sehr festem Schnee schlagen. Vorsichtig unterheben. Dann Löffel für Löffel das mit dem Salz vermischte Mehl einsieben und ebenfalls unterheben. In eine gebutterte, bemehlte und am Boden mit Backpapier ausgelegte Backform (Durchmesser 26 cm) füllen und im Backofen backen. Zuerst gute zehn Minuten bei leicht (fingerbreit) geöffneter Backofentür, die restliche Zeit auf insgesamt die Dauer einer knappen Stunde bei geschlossener Türe. Dann Kuchen herausnehmen und mit der Form auf ein Kuchengitter stürzen, 20 Minuten auskühlen lassen, anschließend wieder umdrehen und so endgültig erkalten lassen. Im Anschluss wird die Torte aus der Form geholt, in der Mitte auseinandergeschnitten und mit erwärmter Marillenmarmelade gefüllt sowie außenrum bestrichen. Nun muss neuerlich gewartet werden, bis die Torte wieder kalt ist. Unterdessen wird die Glasur hergestellt: Zucker mit Wasser fünf bis sechs Minuten sprudelnd aufkochen und unter Rühren halb auskühlen lassen. Dann die über einem Wasserbad geschmolzene Schokolade einrühren. Die Glasur sollte flüssig sein, aber doch nicht davonrinnen (im Sacherkochbuch wird geraten, sie im lippenwarmen Zustand weiterzuverarbeiten, wenn sie vom Kochlöffel so abfließt, dass dieser ca. 4 mm von der Glasur bedeckt bleibt). Die Glasur wird mit möglichst einem Guss auf die Torte und deren Ränder aufgetragen und schnell mit einer Tortenpalette glatt gestrichen, wo das notwendig ist. Jetzt muss sie nur noch kühlen. Mindestens zwei Stunden, besser über Nacht.

Guten Appetit!

aktuelle kommentare

Ui, das klingt lecker....
Ui, das klingt lecker. Muss ich unbedingt mal ausprobieren!...
casserole (Gast) - 15. Mai, 15:13
ich nehme für die...
ich nehme für die käsknöpfle statt normalem...
vorarlbergerininibk (Gast) - 14. Mai, 12:56
Äpfel müssen...
Karottenkuchen ist wirklich sehr lecker. Mit ein paar...
Sarah (Gast) - 4. Mai, 15:04
ha, das kennen wir. lange...
ha, das kennen wir. lange ewig im hinterkopf gehabt,...
reibeisen - 2. Mai, 11:09
jup, davon gibt's wirklich...
jup, davon gibt's wirklich viele, das stimmt. für...
reibeisen - 2. Mai, 11:07
der nachwuchs hat mit...
der nachwuchs hat mit vorliebe den krokant-rand verspeist....
reibeisen - 2. Mai, 11:06
Wow
Echt eine klasse Idee. Das liest sich nach einem vitaminreichen...
Steffi (Gast) - 29. Apr, 14:13

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