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Für harte Zeiten: Conserva di pomodoro

Für harte Zeiten: Conserva di pomodoro, fatto in casaHierzulande macht sich der Herbst breit. Die bis vor Kurzem satt-grünen Matten auf den Berghängen kippen ins Rötliche, die Luft ist - bei Schönwetter - zur Zeit sowas von klar und die Fernsicht sensationell. Das ist, gerade für Bergfexe wie uns, natürlich grandios. Hinter dem Umschwung in die liebste Jahreszeit der Wandersleute lauert indes der Winter. Und damit uns der nicht unvorbereitet trifft, wird momentan alles Denkmögliche eingemacht. Kürzlich waren Tomaten dran, die wir zu Sugo verkocht und in Weckgläser gefüllt haben. Damit wir dann, wenn die wirklich kalten und bösen Zeiten da sind, eine kleine, sonnige Sommer-Reserve auf Lager haben.

Rezept:
Zutaten:
5 kg San Marzano Tomaten
7 frische Peperoncini
9 Zehen Knoblauch
5 EL Zucker
Olivenöl
Salz, Pfeffer
etwas Vodka
Streichölzer

Zubereitung:
Tomaten waschen, Stilansatz enfernen, kreuzförmig einritzen und mit kochendem Wasser übergießen. Kalt abschrecken, schälen und in kleine Stücke schneiden. Sieben Knoblauchzehen sowie die der Länge nach eingeritzten Peperoncini in etwas Olivenöl anbraten, Knoblauchwieder entfernen, bevor er braun wird. Tomaten ins heiße Öl geben, Zucker dazu, zum Kochen bringen und auf leiser Hitze rund zwei Stunden bei offenem Deckel vor sich hin schmoren lassen (immer wieder mal umrühren). Wenn viel von der Flüssigkeit verdampft ist, die Peperoncini entfernen und die Sauce mit Salz, Pfeffer und den restlichen, sehr fein gehackten Knoblauchzehen abschmecken. Nochmals kurz köcheln, bevors ans Abfüllen geht. Dafür saubere Gläser mit kochendem Wasser überbrühen und sofort die Tomatensauce einfüllen. So voll wie möglich machen, etwas Vodka draufgießen, anzünden und die brennenden Saucengläser schnell verschließen. Kopfüber hinstellen und auskühlen lassen.

Guten Appetit (im Winter dann)!
Bolliskitchen (Gast) - 1. Sep, 11:34

Wow, was für eine Mühe!

Ich beziehe die immer von der Cascina di Giovanni, na ja, selbstgemachte schmecken sicher besser, aber die von Gross' sind fast genauso lecker!

reibeisen - 4. Sep, 10:10

die einkocherei ist einfach eine art beschäftigungstherapie mit meditationseffekt.
Eva (Gast) - 1. Sep, 14:25

Wahrscheinlich eine dumme Frage: warum macht ihr das mit dem Anzünden? Halten die Gläser dann besser dicht??

reibeisen - 4. Sep, 10:12

der brennende alkohol verbrennt den restlichen sauerstoff im glas - das dadurch entstehende vakuum hilft, dass sich das eingemachte besser hält und nicht verdirbt.
entegut (Gast) - 1. Sep, 17:16

Das sieht aber sehr hübsch aus und kann man sicher als kleines Mitbringsel auch mitnehmen.
Mit gekauften Tomaten hat das leider wenig Sinn. Sollte ich einmal in Verlegenheit kommen, steigenweise ausgereifte Paradeiser zu bekommen, dann komme ich hierher zurück und koche auch ein!

reibeisen - 4. Sep, 10:14

wir haben auch keine tomatenplantage im garten, sondern holen die sommerreifen früchte in der innsbrucker markthalle. das ist fast genauso gut.
kochsinn - 1. Sep, 22:32

Ja es ist immer eine besondere Freude wenn man mitten im kältesten Winter von den Früchten des Sommers naschen kann. Vorathaltung ist was großartiges und wird oft zu wenig praktiziert.

reibeisen - 4. Sep, 10:14

ein wahres wort!

Hihi, der Vodka ist doch Vorwand fürs bakterienfreie Vakuum ;-) Schöne Gläschenverpackung (oder nur für das Foto ;-)

Ron (Gast) - 3. Sep, 09:56

Gute Idee das mit dem abflämmen.
Als ich das Rezept zuerst gelesen hatte dachte ich der Vodka kommt zu den Tomaten ;-)
reibeisen - 4. Sep, 10:15

deshalb steht ja in den zutatenangaben auch nur "etwas vodka" - der rest wird in die köchInnen gefüllt.
Dandu (Gast) - 4. Sep, 06:44

Das Sauerstoffabsaugen durch Vodkaverbrennung ist eine tolle Idee. Das hält vermutlich Jahre. Ein Schluck Vodka dazu könnte ich mir auch noch vorstellen. ;-)

reibeisen - 4. Sep, 10:15

der schluck vodka ist die besondere freude der kochmenschen im rahmen der einkocherei...

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